Niederländer setzen sich durch
Deutschen Hockeyherren bleibt nur kleines Finale

Die Deutschen und die Niederländer haben lange taktiert. In Lauerstellung warteten beide Mannschaften auf einen Fehler der gegnerischen Mannschaft. Zuerst passierte nichts und dann war es die typische Kampf zwischen den Rivalen.

HB ATHEN. Ausgerechnet Erzrivale Niederlande hat Gold-Favorit Deutschland beim Olympischen Hockey-Turnier den Weg ins Endspiel verbaut. Im Halbfinale musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Bernhard Peters am Mittwoch dem Olympiasieger 2:3 (1:1) geschlagen geben und spielt nun am Freitag im "kleinen Finale" gegen Spanien oder Australien nur um die Bronzemedaille. Vor 5000 Zuschauern im Helliniko-Hockeycenter reichten dem Weltmeister die Tore von Matthias Witthaus (3.) Christoph Bechmann (58.) nicht, um sich gegen den Dauer-Rivalen aus dem Nachbarland durchzusetzen. "Oranje" hat dadurch nun die große Chance, zum dritten Mal in Serie den Olympiasieg zu erkämpfen.

"Wir sind unheimlich traurig. Die Mannschaft hat alles gegeben, aber zwei Gegentore in zwei Minuten haben uns weit zurück geworfen. Insgesamt waren die Holländer effektiver. Jetzt ist Platz drei das große Ziel, eine Medaille wollen wir auf jeden Fall", sagte Trainer Peters. Auch Kapitän Florian Kunz forderte nun wenigstens den dritten Rang. "Die Enttäuschung ist groß, wenn ein Traum so zu Ende geht. Die Enttäuschung wird aber in ein paar Stunden erst richtig groß sein. Wir haben gut gefightet, aber die Strafecken nicht genutzt. Jetzt wollen wir wenigstens Bronze", sagte der 32-Jährige vom Gladbacher THC.

Das DHB-Team begann zielstrebig und gleich der erste Angriff führte zur erhofften frühen Führung. Witthaus erzielte nach schöner Vorarbeit von Björn Michel mit einem platzierten Schuss aus der Drehung seinen dritten Turniertreffer. Doch die Freude darüber währte nicht lange: Die erste Strafecke rutschte Torhüter Clemens Arnold unter dem Schoner durch, Kapitän Florian Kunz sprang der Ball kurz vor der Linie stehend an den Fuß und Taeke Taekema (5.) verwandelte den fälligen Siebenmeter sicher. Auch die kurzfristige Hereinnahme von "Siebenmeter-Töter" Christian Schulte nutzte da nicht.

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