Niederländer Uytdehaage holt Silber
Parra siegt mit Traum-Weltrekord über 1500 m

Derek Parra hat mit dem Erfolg über 1 500 m die Weltrekordserie im Utah Olympic Oval fortgesetzt und die Siegesserie der amerikanischen Eisschnellläufer gekrönt.

HB/dpa SALT LAKE CITY. Mit der neuen fantastischen Bestmarke von 1:43,95 Minuten entriss der 31- Jährige aus Orlando dem 5 000-m-Olympiasieger Jochem Uytdehaage das fast sicher geglaubte zweite Gold. Damit blieb Parra sensationelle 1,25 Sekunden unter der Bestmarke des Südkoreaners Kyu-Hyuk Lee aus dem Vorjahr in Calgary. Der Niederländer Uytdehaage hatte zuvor bereits im neunten Paar laufend in 1:44,57 Minuten die erste Schallmauer von 1:45 Minuten durchbrochen und erkämpfte Silber, Bronze ging an Nagano-Sieger Adne Söndral (Norwegen).

Mit Parras Bestmarke sind nach der siebten Olympia-Entscheidung bereits fünf Weltrekorde auf dem schnellsten Eis der Welt gebrochen worden. Dem früheren Weltmeister auf Inline-Skates gelang damit die Revanche für die 5 000-m-Entscheidung, als er zunächst den Weltrekord gebrochen hatte und von Uytdehaage dennoch abgefangen worden war. Parra sorgte damit für den ersten Olympiasieg der Gastgeber auf dieser Strecke seit 1980, als Eric Heiden in Lake Placid der Durchmarsch auf fünf Distanzen gelungen war. Es war bereits das dritte Gold für das Eisschnelllauf-Team der Gastgeber in Salt Lake.

Hingegen erreichten die deutschen Herren erstmals seit 30 Jahren keinen Platz unter den besten Zehn bei Olympia. Christian Breuer stürzte nach toller Angangszeit in der dritten Kurve bei etwa 700 Metern, erlitt Becken- und Lendenwirbel-Prellungen an der Hüfte und musste in die Klinik des Olympischen Dorfes gebracht werden. "Das ist die bitterste Stunde für den jungen Athleten", meinte Trainer Joachim Franke, der den Grefrather bei Olympia betreut. Breuer hatte im Olympia-Vorfeld mit Rang drei in Den Haag seine bislang beste Weltcup-Platzierung verbucht und war hoffnungsvoll in das Rennen gegangen, nachdem ihm bei einem Test in der Olympia-Stadt ein deutscher Rekord gelungen war.

Jan Friesinger aus Inzell enttäuschte und kam in überaus mäßigen 1:50,26 Minuten nur auf Platz 41. Der Dresdner Olympia-Dritte über 5 000 m, Jens Boden, hatte vor dem Rennen seinen Start auf Grund von Halsschmerzen zurück gezogen. Der Start auf seiner Spezialstrecke über 10 000 m ist aber nicht in Gefahr.

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