Niedersachsen und Berlin haben „Funkstille“ vereinbart
Neuer Interessent für Berliner Bank meldet sich

Für eine Übernahme der Bankgesellschaft Berlin AG hat sich ein neuer Interessent gemeldet. Eine internationale Gruppe privater Investoren will dem Senat bald ein Angebot vorlegen. Dies sagte der Manager der Gruppe, Chris Flowers, von der J.C. Flowers & Co. llc, New York, dem Handelsblatt.

cd/va BERLIN/DÜSSELDORF. Die Finanzsenatorin des Landes Berlin bestätigte Gespräche mit dem selbstständigen Investmentbanker J.C. Flowers. "Wir führen aber auch gute Gespräche mit anderen privaten und öffentlich-rechtlichen Interessenten," sagte sie. Wegen überhöhter Immobilienrisiken ist die Bank in die Schieflage geraten.

Wie Flowers sagte, stimmt sein Konzept mit dem neuen Restrukturierungskonzept des Aufsichtsrats überein. Auch akzeptiere seine Gruppe die Berliner Bedingungen: Der Sitz der Bank bleibe in Berlin, das Institut werde nicht zerschlagen. Arbeitsplätze würden nur "auf freiwilliger Basis" abgebaut. Auch könne man dem Land eine Summe zahlen, die über dessen finanziellem Engagement liege.

Zu den Investoren wollte Flowers nichts näheres sagen. Sie stünden "noch nicht endgültig fest". Flowers hat bereits den Einstieg eines Konsortiums bei der ehemaligen japanischen Longterm CreditBank - heute Shinsei - in Tokio organisiert, an dem die Finanzinstitute UBS, ABN Amro, Banco Santander, City Bank, Bank of Nova Scotia, Mellon Bank und die amerikanische American International Group sowie der Elektronikkonzern General Electrics beteiligt waren. "Einige der Namen gehören auch zur neuen Investorengruppe", sagte er. Für sie sei die Marktposition der Bank attraktiv, deren Retailgeschäft (Filialgeschäft) fast 60 % des Marktes in Berlin und Brandenburg abdeckt. Auch die NordLB bleibt zusammen mit den Sparkassen an der Bankgesellschaft interessiert. Es gebe keine unüberbrückbaren Gegensätze. Bis zur Hauptversammlung am 29. August habe Finanzminister Heinrich Aller mit seiner Berliner Kollegin nun "öffentliche Funkstille" vereinbart.

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