Niedersachsen und Schleswig-Holstein
Sparkassen-Spitzenverbände fusionieren später

Die Fusion der Sparkassenspitzenverbände für Niedersachsen und Schleswig-Holstein verzögert sich. Der für Anfang 2003 geplante Zusammenschluss muss auf 2004 verschoben werden

Reuters HANNOVER. Der Zeitplan für die ursprünglich geplante Verschmelzung sei zu eng gesteckt, sagte der Präsident des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes (NSGV), Klaus Rathert. Der Fusionsprozess mit dem Sparkassen und Giroverband Schleswig-Holstein - (SGVSH) war im vorigen Herbst begonnen worden.

Hauptproblem seien die nahen Landtagswahlen in Niedersachsen, sagte Rathert. Sie ließen nicht genügend Zeit, um die Fusionsgespräche zum Abschluss zu bringen und den Länderparlamenten zur Abstimmung vorzulegen. Gleichzeitig hätten aber beide Verbände den Willen zur Fusion in einer gemeinsamen Vereinbarung bekräftigt.

Im Vorgriff auf die angestrebte Verschmelzung würden bereits jetzt für die Geschäftsfelder Akademie, Markt und Beratung sowie die Beratungsgesellschaft konkrete Vorhaben zur Zusammenarbeit entwickelt und umgesetzt, sagte Rathert.

Das Ergebnis des NSGV hat sich im vorigen Jahr konjunkturbedingt erheblich verschlechtert. Wie Rathert mitteilte, ist die Bilanzsumme der niedersächsischen Sparkassen 2001 zwar um 2,4 Prozent auf 92 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung der Risiken sei allerdings um fast neun Prozent auf 761 Millionen Euro zurückgegangen. Der Überschuss nach Bewertung sank seinen Angaben zufolge sogar um 16 Prozent auf noch 195 Millionen Euro. Als Gründe nannte Rathert die schlechte Konjunktur in Deutschland und die schwierige Situation auf den internationalen Finanzmärkten.

So sei der Wertpapierumsatz der Sparkassen in Niedersachsen im Jahresvergleich um 40 Prozent zurückgegangen. Allerdings habe sich die Konjunkturkrise auf die öffentlich-rechtlichen Geldinstitute nicht so schlimm ausgewirkt wie auf die Großbanken, sagte Rathert. Angesichts der Anzeichen für einen neuerlichen Konjunkturaufschwung blicke er aber zuversichtlich in die Zukunft. Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre könne im laufenden Geschäftsjahr gestoppt und dann umgekehrt werden, sagte Rathert weiter.

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