Niedrige Umsätze wegen Urlaubszeit
Europäische Börsen schließen uneinheitlich

Die schwache Vorgabe der Nasdaq hat die Märkte negativ beeinflusst, klare Impulse haben gefehlt.

Reuters. Die europäischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Handel verlief Börsianern zufolge überwiegend richtungslos. Es hätten klare Impulse gefehlt. Die schwache Vorgabe der Nasdaq habe die Märkte negativ beeinflusst. Die Bewegungen der führenden europäischen Marktbarometer hielten sich allerdings in engen Grenzen. Angesichts der Sommer- und Ferienzeit blieben die Umsätze zumeist niedrig.

Der New Yorker Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag uneinheitlich. Während der Dow-Jones-Index mit 0,44 % bei 10 566,66 Punkten im Plus lag, konnte die US-Technologiebörse Nasdaq die positive Tendenz vom Vortag nicht halten und gab um mehr als ein Prozent auf 3714 Punkte nach. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 0,17 % auf 4867 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 0,35 % auf 5104 Punkte.



LONDON - FTSE-Index gut behauptet

An der Londoner Börse schloss der FTSE-100-Index mit 0,22 % im Plus bei 6379 Zählern. Gefragt waren die Aktien von Royal Bank, die um gut elf Prozent in die Höhe schossen. Die Bank hatte unerwartet gute Halbjahreszahlen vorgelegt. HSBC mussten dagegen Abschläge von 1,16 % hinnehmen, was Börsianer auf Gewinnmitnahmen zurückführten. Am Montag war die Aktie nach Vorlage ihrer Halbjahreszahlen auf Rekordhöhen geklettert. Energis sprang um 10,54 %. Händler erklärten die starke Aufwärtsbewegung mit kursgünstigen Anschaffungen.



ZÜRICH - Börse wegen Feiertag geschlossen

Am Montag hatte die Börse fester geschlossen. Der SMI-Index war um 25,4 Zähler auf 8023,2 Punkte gestiegen. Der breite SPI rückte 14,50 Zähler vor auf 5504,14 Punkte. Der SWX New Market Index , in dem die Wachstumswerte zusammengefasst sind, gewann 20,1 Zähler auf 1621,9 Punkte.

PARIS - CAC-Index leichter

In Paris hat die Börse leichter geschlossen, der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen fiel um 0,16 % auf 6532 Zähler. Die Aktien der "Old Economy" hielten sich besser als TMT-Werte und verhalfen dem Index die Verluste im Rahmen zu halten, wie Börsianer sagten. Die Papiere der Hotelkette Accor Lafarge legten alle mehr als zwei Prozent zu.

Zu den Verlierern zählten Alstom mit einem Abschlag von 1,8 %. Die Aktie wurde von mehreren Investmenthäusern herunter gestuft. Das Bekanntwerden technischer Probleme bei der neuen Gaskraftwerkstechnologie belastete nach Händlerangaben die Aktie des französischen Kraftwerkkonzerns.



MAILAND - MIB30-Index knapp behauptet

Die Mailänder Börse schloss am frühen Nachmittag knapp behauptet. Der MIB30-Index gab um 0,3 % auf 46 259 Punkte nach. Insbesondere Versicherungstitel zählten zu den Verlierern, nachdem die italienischen Kartellbehörden einige Unternehmen mit einer Gesamtstrafe von 700 Mrd. Lire wegen Kartellbildung im Kfz-Versicherungsbereich belegt hatten. Generali verloren 1,2 %, Ras zwei Prozent und Mediolanum 2,4 %. Die Aktien des Mischkonzerns Compart kletterten dagegen um 12,23 %, was Händler auf die Übernahmeofferte des Unternehmens für die Energiegruppe Falck zurück führten. Falck wurden an der Mailänder Börse vom Handel ausgesetzt. Telecom Italia legten in einer technischen Erholung um 0,33 zu und erholten sich leicht von den vergangenen Verlusten.



MADRID - Ibex-Index kaum verändert

Die Börse Madrid hat kaum verändert geschlossen. Der 35 Werte umfassende Ibex-Index rückte um 0,17 % auf 10 549 Zähler vor. Auf der Gewinnerseite ragten die Dividendenpapiere des Biotechnologieunternehmens Zeltia heraus. Die Aktie verteuerte sich um 6,7 %, nachdem die Gesellschaft ihre Halbjahreszahlen präsentiert und einen deutlichen Gewinnanstieg ausgewiesen hatte. Kreisen zufolge hat Glaxo Wellcome einen kleinen Anteil an Zeltia erworben, was dem Papier ebenfalls zu den Gewinnen verhalf.

Terra Networks, die sich im Handelsverlauf zunächst erholt hatten, gaben zum Schluss weitere 0,8 % ab. Am Vortag hatte der Internetwert nach Vorlage der Halbjahreszahlen 4,4 % Federn lassen müssen.



AMSTERDAM - AEX-Index gut behauptet

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse leicht gestiegen. Der AEX-Index schloss um 0,4 % höher auf 670 Punkte. Händler sprachen von dünnen Umsätzen. Zu den Gewinnern gehörten DSM mit einem Plus von mehr als drei Prozent auf 34 Euro. Analysten gehen davon aus, dass die Aktie in den nächsten Handelssitzungen die Marke von 36,0 Euro überwinden wird. Das Chemie- und Pharmaunternehmen habe einen günstigen Jahresausblick gegeben, erklärten Börsianer den Kursaufschlag.



WIEN - ATX-Index schließt fester

Die Wiener Börse hat fester geschlossen. Der 21 Werte umfassende ATX notierte zuletzt bei 1158 Punkten. Händler erklärten den Anstieg mit den Kursaufschlägen bei Bank Austria. "Das Umsatzgeschehen konzentriert sich ausschließlich auf die Bank Austria, sonst ist es eigentlich wieder einmal recht lustlos", sagte ein Händler. Das ATX-Schwergewicht profitiere von der geplanten Fusion mit der HypoVereinsbank. Bank Austria notierten mit 61,70 Euro.



BRÜSSEL - BEL20-Index etwas leichter

In Brüssel gab der Bel20-Index 0,59 % auf 3050 Punkte nach. Gegen die allgemeine Markttendenz konnten die Aktien des Elektronikkonzerns Barco bei dünnen Umsätzen um 0,7 % auf 118,30 Euro zulegen. Das Unternehmen hatte zuvor bekannt gegeben, einen französischen Netzwerkbetreiber übernehmen zu wollen. Händler sprachen von einem insgesamt richtungslosen und langweiligen Geschäft.



STOCKHOLM - OMX-Index knapp behauptet

Die Stockholmer Börse schloss mit Abschlägen. Der 30 Werte umfassende OMX-Index verringerte sich um 0,72 % auf 1310 Punkte. Indexschwergewicht AstraZeneca verteuerte sich gegen den Markttrend um sechs Schwedische Kronen auf 402 Kronen. Das schwedisch-britische Pharmaunternehmen hatte seine Halbjahreszahlen an diesem Dienstag vorgelegt. Börsenschwergewicht Ericsson gab dagegen um eine Krone auf 178 Kronen nach.

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