Niedrige Zinsen lassen Kurse steigen
Börsenflaute beschert Rentenfonds Comeback

Die Einbrüche an den Börsen haben den Rentenfonds ein Comeback beschert. Die einstigen Lieblinge der Anleger waren während des Börsenbooms von den Anlegern vernachlässigt worden, doch jetzt treten sie auch angesichts niedriger Zinsen wieder stärker ins Rampenlicht.

ap FRANKFURT/MAIN. Denn am Anleihemarkt gilt die Faustregel: Die Kurse steigen, sobald die Zinsen sinken, wie es in der Fachzeitschrift "Fonds-Magazin" heißt.

So berichtete der Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungs-Gesellschaften (BVI) unlängst, dass Rentenfonds in Deutschland im dritten Quartal 2001 erstmals seit Anfang 1999 wieder ein positives Quartalsergebnis eingefahren haben. Von Juli bis September flossen ihnen per Saldo 1,6 Mrd. Euro (knapp 3,2 Mrd. DM) zu. Mitte der 80er Jahre erreichten ihre Mittelzuflüsse allerdings Jahr für Jahr zweistellige Milliardenbeträge, wie "Fonds-Magazin" berichtet. Rentenfonds hätten damals besonders stark von den sinkenden Zinsen profitiert.

Dass sich Rentenfonds nach dem jüngsten Kahlschlag an den Börsen zurückmelden würden, sei zu erwarten gewesen, heißt es weiter. Dennoch sollten Anleger auch künftig nicht allein auf Rentenfonds setzen, warnen die Experten. "Dagegen spricht schon die immer wieder bestätigte Erfahrung, bei der Geldanlage tunlichst nicht alles auf eine Karte zu setzen". Eine ausgewogene Mischung und eine möglichst breit gestreute Vermögensanlage sei immer noch das beste Investmentrezept.

1966 wurde der erste Rentenfonds in Deutschland aufgelegt. Mittlerweile steht den Anlegern eine vielfältige Produktpalette zur Verfügung wie Euro-Anleihen, hochverzinsliche Wertpapiere oder Unternehmensanleihen.

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