Niedrigere Risikovorsorge
Vereins- und Westbank erwartet positive Zahlen

Nach operativen Verlusten im vergangenen Jahr erwartet die zur Hypo-Vereinsbank gehörende Vereins und Westbank - im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen.

Reuters HAMBURG. Man rechne 2003 mit einem deutlich positiven Betriebsergebnis, teilte die Vereins und Westbank - AG am Donnerstag in Hamburg mit. Das Unternehmen geht davon aus, die Erträge im Zins- und Provisionsgeschäft wie auch im Eigenhandel verbessern zu können. Im Bereich der Risikovorsorge sei mit einem niedrigeren Aufwand als im Vorjahr zu rechnen, hieß es. Im Jahr 2002 hatte das Bankhaus nach eigenen Angaben einen operativen Verlust von 28 Millionen Euro verbucht - nach einem Plus von 71,7 Millionen Euro im Jahr 2001. Als Grund für den Verlust nannte die Bank umfangreiche Risikovorsorgemaßnahmen vor dem Hintergrund des verschlechterten wirtschaftlichen Umfeldes.

Der Betriebsgewinn vor Risikovorsorge war 2002 mit 137,2 (Vorjahr: 140) Millionen Euro nahezu stabil geblieben. Der Zinsüberschuss war den Angaben zufolge um acht Prozent auf 335 Millionen Euro und der Provisionsüberschuss um 3,4 Prozent auf 237,7 Millionen Euro gesunken.

Der Jahresüberschuss hatte sich nach umfangreichen Beteiligungsverkäufen deutlich auf 140,9 (53,1) Millionen Euro erhöht. Den Aktionären soll eine auf 0,60 (0,81) Euro je Aktie gesenkte Dividende vorgeschlagen werden. Zwei Drittel des Überschusses sollen in die Rücklagen eingestellt werden.

Die Münchner Hypo-Vereinsbank (HVB) war im vergangenen Jahr wegen der anhaltend schwachen Kapitalmärkte und einer Risikovorsorge in Milliardenhöhe ebenso erstmals in ihrer Geschichte in die roten Zahlen gerutscht. Vereins und Westbank-Chef - Stephan Schüller hatte Spekulationen über einen Verkauf seines Hauses zuletzt zurückgewiesen. Die HVB will ihre Kapitalbasis aber durch Beteiligungsverkäufe stärken.

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