Niedrigere Tarife angekündigt: Daten-Übertragung via Handy wird billiger

Niedrigere Tarife angekündigt
Daten-Übertragung via Handy wird billiger

Das Empfangen und Verschicken von Daten über das Handy wird in Deutschland billiger. Auf der CeBIT in Hannover kündigten am Dienstag Vodafone D2 und E-Plus niedrigere Tarife an, nachdem T-Mobile wenige Tage zuvor einen Preisrutsch für die mobile Datenkommunikation über die schnelle GPRS-Technik in Aussicht gestellt hatte.

vwd HANNOVER. Der leistungsfähigere neue Übertragungsstandard UMTS kommt hingegen doch nicht noch vor dem Sommer ins Rollen. Der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber Vodafone verschiebt den kommerziellen Start in die zweite Hälfte des Jahres, während die Nummer Drei E-Plus eine breitere Vermarktung erst 2004 plant.

Die Telekom-Tochter T-Mobile will ab April in Westeuropa erheblich mit den Preisen nach unten gehen. Zunächst ist in Deutschland eine Absenkung für die Übertragung von Datenblöcken um bis zu 70 Prozent vorgesehen. Damit soll die Datennutzung - etwa das Verschicken von E-mails - für den Massenmarkt attraktiver werden. Details will T-Mobile am Mittwoch auf der CeBIT präsentieren. Hauptkonkurrent Vodafone will nachziehen, wartete aber auf der Hochtechnologiemesse noch nicht mit konkreten Angeboten auf. "Die Tarife werden sich deutlich nach unten bewegen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jürgen von Kuczkowski.

In Kürze werde über die Preisgestaltung entschieden. Bei der Sprachtelefonie soll hingegen alles beim Alten bleiben - hier sieht der Manager keinen Spielraum für eine Reduzierung der Tarife. E-Plus stellte in Hannover ein neues Tarifsystem für seine mobile GPRS-basierte Plattform i-mode vor, deren Nutzerzahl weit hinter den Erwartungen geblieben ist. Das veränderte Preisgefüge läuft darauf hinaus, dass beim Transport großer Datenmengen hohe Rabatte und stark verbilligte Endgeräte winken. Die bisherige einheitliche Grundgebühr von drei EUR fällt weg.

Zu UMTS will E-Plus zwar noch Ende dieses Jahres mit ersten Angeboten kommen. Eine breitere Vermarktung ist hingegen erst 2004 vorgesehen, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Uwe Bergheim, erläuterte. Vodafone hat nach den Worten seines Kollegen Kuczkowski vor, mit dem multimedialen Mobilfunkstandard statt wie bisher angepielt im Frühjahr erst im zweiten Halbjahr auf den Markt zu gehen, "wenn genügend Endgeräte in guter Qualität zur Verfügung stehen". Vor dem Sommer sollen erst "ausgewählte Geschäftskunden" UMTS-Dienste erhalten. Gleichwohl beteuerte Kuczkowski: "UMTS wird ein Erfolg, davon bin ich fest überzeugt."

Der kleinste der vier deutschen Mobilfunkbetreiber, O2 Germany, plant den kommerziellen Start für den Spätherbst. Dann sollen Kunden in Städten wie Berlin oder München UMTS einsetzen können. Geplant seien "erschwingliche Tarife" sowie ein einfachen Einstieg in die mobile Datekommunikation. "Das erreichen wir unter anderem durch einen GPRS-Standardtarif ohne Anmeldung und ohne Grundgebühr", sagte der Vorsitzende Rudolf Gröger. Er sieht das Unternehmen auch nach den Ankündigungen T-Mobiles weiter in der Preisführerschaft. Die Telekom-Tochter, die den UMTS-Start im dritten Quartal plant, will die Preise dafür an ihren neuen GPRS-Datentarifen orientieren.

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