Niedriges Handelsvolumen
Dax dreht ins Minus

Am deutschen Aktienmarkt drehten die Kurse im Verlauf des Freitagvormittags ins Minus. Bis gegen 10.50 Uhr verliert der Dax um 0,4 % bzw. 28 auf 6 250 Punkte. Unmittelbar nach Handelsauftakt hatte er noch im Plus gelegen.

vwd FRANKFURT. Händler können für die Wende keinen Grund angeben, verweisen aber auf das niedrige Handelsvolumen. "Dadurch ergeben sich Abschläge, die eben nicht fundamental zu erklären sind", sagt ein Marktteilnehmer. Man solle die Kursausschläge daher nicht überbewerten. Bis auf Technologiewerte, die sich leicht im Plus halten, ziehen sich die Verluste durch alle Branchen. Die kräftigsten Abschläge verzeichnet mit Eon der Kursgewinner des Vortages. Gewinnmitnahmen lassen Eon um 2,3 % auf 58,20 Euro fallen.

Deutsche Telekom, die sich zunächst noch im Plus halten konnten, geben 0,7 % auf 26,90 Euro ab. Sie leiden unter Berichten, nach denen der Verkauf des TV-Kabel-Geschäftes auf Schwierigkeiten stößt. Zudem droht dem Unternehmen Presseberichten zufolge in Kürze eine Herabstufung durch Ratingagenturen. Für den Kursrückgang bei der Deutschen Bank sehen Händler keinen speziellen Grund - "reguläre Gewinnmitnahmen" lautet die Einschätzung des Minus von rund einem Prozent auf 92,80 Euro. Nach einem verhaltenen Ausblick auf der Hauptversammlung durch den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Martin Kohlhaussen geben Commerzbank 0,4 % ab auf 31,73 Euro.

Auch in der zweiten Reihe fallen die Kurse. Der MDax verliert 0,6 % auf 4 735 Punkte. Bankgesellschaft Berlin setzen ihren Abwärtstrend fort und geben über sechs Prozent ab auf 8,52 Euro. Babcock Borsig verlieren nach Vorlage der Halbjahreszahlen rund ein Prozent auf 40,90 Euro. Die Zahlen werden von Händlern als "nicht gut" eingeschätzt. Software AG legen knapp ein Prozent auf 80 Euro zu. Die Analysten von Goldmann Sachs hatten die Bewertung der Aktie mit dem Anlagevotum "Market Outperformer" aufgenommen.

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