Niedrigste Jahresteuerungsrate seit August 1999
Importpreise sinken im Juli um 1,5 %

Die deutschen Einfuhrpreise sind im Juli 2001 vor allem auf Grund gesunkener Ölpreise zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Importpreise um 1,5 %, nach einem Rückgang um 0,3 % im Juni, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

Reuters WIESBADEN. Analysten hatten mit einem Rückgang um lediglich 0,6 % gerechnet. Ohne Berücksichtigung von Erdöl und Mineralölerzeugnissen seien die Preise um 0,7 (Juni: minus 0,3) Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einfuhrpreise im Juli den Angaben zufolge um 1,7 % nach einem Anstieg von 3,6 % im Juni. Dies war die niedrigste Jahressteigerungsrate seit August 1999, als ein Plus von 0,8 % verzeichnet wurde. Analysten waren von einem Plus von 2,6 % im Juli ausgegangen.

Verglichen mit dem Vormonat verbilligten sich den Angaben zufolge vor allem Gartenbauerzeugnisse (minus 8,9 %), rohes Erdöl (minus 8,9 %) und Mineralölerzeugnisse (minus 8,9 %), darunter besonders Motorenbenzin (minus 12,1 %). Im Vergleich zum Juli 2000 hätten sich insbesondere Zitrusfrüchte (plus 39,8 %), Erdgas (plus 35,6 %), Geflügel (plus 24,5 %) und Bananen (plus 18,8 %) verteuert. Die Preise für Holz- und Zellstoff (minus 23,9 %), Rohkaffee (minus 22,1 %) sowie Motorenbenzin (minus 18,6 %) gingen dagegen zurück.

Die Ausfuhrpreise lagen im Juli 1,1 % (Juni 1,6 %) über dem Vorjahr. Zum Vormonat fielen sie um 0,2 % (Juni unverändert).

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