Nikkei fiel unter 8500 Punkte
Konjunktursorgen belasten Tokioter Börse

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag nach der negativen Vorgabe der Wall Street vom Freitag schwach geschlossen. Konjunktursorgen haben am Montag die Börse deutlich belastet.

Reuters TOKIO. Eine Prognose der Regierung, wonach die Investitionstätigkeit japanischer Firmen schwach ausfallen dürfte und die Sorgen um die Gesundheit der unter einem Berg notleidender Krediten ächzenden Banken belasteten nach Händlerangaben die Stimmung an der Börse.

Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,65 Prozent oder 230,40 Zähler schwächer bei 8460,37 Punkten, der breiter gefasste Topix-Index gab 2,93 Prozent auf 837,19 Zähler nach.

Die Daten der Regierung zeigten zwar aus der Privatwirtschaft einen Anstieg der Bestellungen in der Maschinenindustrie um 12,7 Prozent im September gegenüber dem Vormonat. Aber die Regierung sagte für das laufende Quartal einen Rückgang der Aufträge um 6,5 Prozent voraus. Die Daten gelten als Früh-Indikator für die Investitionstätigkeit von Unternehmen.

"Aus der Betrachtung dieser Zahlen würde ich schliessen, dass die fragile Erholung im Quartal Juli bis September den Höhepunkt erreicht hat und nun wieder an Schwung verliert", sagte Yasushi Okada von CSFB Securities.

Erneut unter Druck gerieten die Banken. UFJ Holdings fielen 14,65 Prozent. Der Banken-Index sackte 5,55 Prozent ab. Mizuho Holdings markierten gar vorübergehend ein neues Rekordtief auf 147.000 Yen. Sie schlossen 12,4 Prozent niedriger auf 148.000 Yen

Unter Druck standen auch die Exportwerte. Erstmals in einem Jahr war der Handelsüberschuss rückläufig. Händler verwiesen auf den schwachen Dollar, der die Exporte zusätzlich bremsen dürfte.

Ein stärkerer Yen wiederum belastet exportorientierte Unternehmen wie Honda Motor oder Sony Corp. Deutliche Verluste erlitten auch KDDI , die zweitgrösste japanische Telefongesellschaft, nachdem diese über einen Rückgang des Betriebsgewinns informiert hatte.

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