Nikkei-Index endet im Plus: Anleger in Fernost besorgt über Kriegs-Folgen

Nikkei-Index endet im Plus
Anleger in Fernost besorgt über Kriegs-Folgen

Einen Tag vor dem Ablauf des US-Ultimatums an Irak haben die Aktienmärkte in Fernost am Mittwoch zunächst überwiegend Kursverluste verzeichnet, während Gold- und Ölpreis leicht stiegen. Viele Investoren zeigten sich Händlern zufolge besorgt über die Dauer eines Krieges und mögliche Negativ-Auswirkungen für die Wirtschaft. Der Dollar notierte nahezu unverändert.

Reuters TOKIO. "Angesichts des nun sehr wahrscheinlichen Krieges ist es weiterhin die einzige Sorge, ob der Konflikt tatsächlich so rasch beendet wird, wie allgemein angenommen", sagte Craig James, Analyst bei Commonwealth Securities in Sydney. Viele Investoren wollten das Ende des Ultimatums von US-Präsident George W. Bush an den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zum Verlassen des Landes bis Donnerstag um 02.15 Uhr (MEZ) abwarten. Ein bewaffneter Konflikt gilt nun als wahrscheinlich.

Der Preis für Gold, das als sicherer Anlagehafen von den Investoren in politischen Krisenzeiten bevorzugt wird, stieg im asiatischen Handel auf 339,50 Dollar je Feinunze von 337,50 Dollar bei US-Schluss. Der Ölpreis kletterte wieder leicht, nachdem er am Vortag um 9,5 Prozent eingebrochen war.

An den asiatischen Börsen gaben die Aktienkurse zunächst weitgehend nach. Der Nikkei-Index schloss zwar 1,2 Prozent im Plus, hatte im Verlauf aber zeitweise unter seinem 20-Jahrestief der vergangenen Woche notiert. Händler begründeten den Kursanstieg mit Spekulationen über eine bevorstehende Hilfsaktion der Regierung im Falle eines Krieges. Der Dollar gab zum Yen geringfügig auf 118,68/73 (New York 118,83/91) Yen nach. Der Euro war kaum verändert bei 1,0635/40 (1,0632/38) Dollar.

Am Vortag hatten die US-Börsen leicht im Plus geschlossen. Der Dow-Jones-Index war zuletzt um 0,6 Prozent auf rund 8194 Punkte gestiegen. Die US-Notenbank (Fed) hatte am Dienstag die Leitzinsen erwartungsgemäß auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als vierzig Jahren gelassen, zugleich aber ihre Bereitschaft für eine rasche Zinssenkung signalisiert, sollte ein Irak-Krieg einen wirtschaftlichen Tribut zollen. Deutschlands wichtigster Börsen-Index Dax war bei einem Dow-Jones-Stand von Plus 0,33 Prozent mit einem Gewinn von beinahe vier Prozent aus dem Handel gegangen.

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