Nischen könnten Überleben sichern
Gerke erwartet veränderte Börsenlandschaft

Deutschlands zersplittere Börsenlandschaft mit mehreren regionalen Handelsplätzen wird sich nach Ansicht des Branchenexperten Wolfgang Gerke stark verändern. Von den derzeit sieben Regionalbörsen hätten neben Frankfurt/Main noch maximal zwei bis drei weitere Handelsplätze eine Chance, sagte der Professor und Fachmann für Bank- und Börsenwesen an der Universität Erlangen.

HB/dpa BERLIN. "Es wird nur derjenige überleben, der mit einer gewissen Originalität bei Produkten und Dienstleistungen antritt", sagte Gerke in einem dpa- Gespräch.

Gefragt seien im Wettbewerb Nischen und echte Innovationen. "Es ist allerdings angesichts des Börsenumfelds sehr schwer, solche Lücken zu finden", meinte Gerke. Zudem finde der Wettbewerb nicht nur im Inland statt. Als Einzelkämpfer ohne Kooperationen auf europäischer Ebene werde es für Regionalbörsen noch schwerer. Die Pläne der neuen Börse Nasdaq Deutschland, unter deren Dach die fusionierten Börsen Berlin und Bremen, Großbanken sowie die US- Technologiebörse Nasdaq am 21. März eine neue Handelsplattform starten wollen, gingen durchaus in die richtige Richtung. "Das heißt aber nicht, dass die neuen Partner auch Erfolg haben", sagte Gerke. In Zeiten globalisierter Märkte gebe es "keinen Platz für Sentimentalitäten". Es zähle allein der gebotene Mehrwert, meinte Gerke. Die Anleger würden Entscheidungen über den Ort ihrer Aktiengeschäfte nicht aus Lokalpatriotismus treffen. Für sie zählten der beste Preis, schnelle Ausführung und niedrige Kosten.

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