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Nix wird nicht Kölner Kulturdezernent - Stelle weiter offenDPA-Datum: 2004-07-13 15:56:16

Köln (dpa) - Der scheidende Intendant des Kasseler Staatstheaters, Christoph Nix, wird doch nicht Kulturdezernent von Köln. Bei einer gemeinsamen Sitzung der Fraktions- und Parteivorstände der CDU am Montagabend hat sich herausgestellt, dass der 49 Jahre alte Nix nicht auf eine Mehrheit in der Union bauen kann, wie eine Sprecherin der Stadt berichtete.

Köln (dpa) - Der scheidende Intendant des Kasseler Staatstheaters, Christoph Nix, wird doch nicht Kulturdezernent von Köln. Bei einer gemeinsamen Sitzung der Fraktions- und Parteivorstände der CDU am Montagabend hat sich herausgestellt, dass der 49 Jahre alte Nix nicht auf eine Mehrheit in der Union bauen kann, wie eine Sprecherin der Stadt berichtete.

Nix sollte in der letzten Sitzung des Stadtrates vor der Kommunalwahl am 20. Juli gewählt werden. Nun könne die Entscheidung über einen neuen Kulturdezernenten erst nach der Wahl im September fallen, sagte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU).

Vor einer Woche hatte sich eine Kommission aus CDU und Grünen gemeinsam auf Nix als neuen Kulturdezernenten geeinigt. In der CDU - Fraktion hatte es aber Stimmen gegeben, die Nix für nicht wählbar hielten. «Nix wird ein polarisierender Führungsstil nachgesagt, der nach Ansicht einiger Fraktionsmitglieder nicht zum speziellen Kölner Profil passt», sagte CDU-Fraktionschef Karl Klipper. Nix hatte in Kassel mit provokanten Inszenierungen für Aufsehen gesorgt. Sein fünfjähriger Vertrag mit dem dortigen Staatstheater war nicht verlängert worden.

Nix hatte nach seiner Nominierung in der vergangenen Woche eine Berufung als Rektor der Fachhochschule Neubrandenburg (Mecklenburg- Vorpommern) abgelehnt. Auf diesen Posten war er im Mai gewählt worden und sollte die Stelle am 1. September antreten.

Die Kölner Grünen zeigten sich in einer Stellungnahme «entsetzt über die chaotischen Zustände in der CDU Köln» und nannten das Scheitern der Kandidatur von Nix ein «kulturpolitisches Debakel». Der Kölner SPD-Vorsitzende Jochen Ott sagte, die Verantwortlichen müssten sich bei den Kulturschaffenden in der Stadt entschuldigen. Köln sei nun bundesweiter Häme ausgesetzt.

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