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No sex, no journalists?

Déjà-vu in Berlin: Schon wieder ein Prozess um einen Automanager, schon wieder ein Medienauftrieb nur erheblich kleiner. Ich habe einen bösen Verdacht, woran das gelegen haben mag...

Déjà-vu in Berlin: Schon wieder ein Prozess um einen Automanager, schon wieder ein Medienauftrieb nur erheblich kleiner. Ich habe einen bösen Verdacht, woran das gelegen haben mag...

Vor fast genau einem Monat war ich in Braunschweig. Mit jeder Menge Schreibern, Radioleuten und TV-Kameras. Damals ging es um den gefeuerten VW-Personalmanager Gebauer. Der Prozess drehte sich um ein Firmengeflecht, das er mit aufgebaut haben soll - trockene Kost. Allerdings hatten sich die Medien pikanteres erhofft, schließlich hatte Gebauer angeblich auch jene Partys organisiert, bei denen Top-Manager mit reichlich Nutten versorgt wurden.

Gestern nun der erste Verhandlungstag im Prozess Jürgen Fahr gegen Daimler Chrysler. Fahr war mal Vertriebsleiter Deutschland für Mercedes, Smart und Maybach. Und er soll, sagt Daimler Chrysler, einem Ladenbauer Großkundenrabatt gewährt haben, bei dem klar war, dass er ein Graumarkthändler ist, also die Wagen weiterverkauft und durch den Rabatt Gewinn macht.

Doch während in Braunschweig schon eine Stunde vorher die Hölle los war (für die Verhältnisse des Braunschweiger Arbeitsgerichts), tat sich in Berlin wenig. Vielleicht mal ein Dutzend Journalisten war gekommen. Obwohl die Affäre nicht weniger spannend ist als die bei VW. Waren also alle Autoindustrie-Beschreiber auf der IAA? Oder lag es daran, dass der Nutten-Faktor fehlte?

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