Noch deutliche Steigerung erwartet
Hochtief trotz Nettoverlustes optimistisch

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief sieht sich trotz roter Zahlen im ersten Quartal 2003 auf gutem Weg. Für das Gesamtjahr werde gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung bei Auftragseingang, -bestand und Umsatz im oberen einstelligen Prozentbereich erwartet, berichtete die Hochtief AG am Dienstag in Essen.

HB/dpa ESSEN. Auch der Reingewinn werde steigen und zwar stärker als das Geschäftsvolumen, falls keine außergewöhnlichen Belastungen etwa durch Wechselkurse entstünden. 2002 hatte die RWE-Tochter 43,3 Mill. ? Überschuss erzielt.

Die Börse quittierte Zahlen und Ausblick mit deutlichen Abschlägen. Die im Börsensegment MDAX notierte Aktie fiel bis zum Mittag um rund 3,9 % auf 14,02 ?. Der MDax stieg gleichzeitig um 0,56 %.

In den ersten drei Monaten machten unter anderem eine Risikovorsorge auf den Wertpapierbestand, der schwache Dollar und Steuereffekte dem Konzern zu schaffen, während das operative Ergebnis ohne Sondereffekte deutlich gesteigert wurde. Den Verlust bezifferte das Unternehmen auf 16,1 Mill. ? (Vorjahresgewinn 74,6 Mill. ?). Der Umsatz sei vor allem währungsbedingt um 12,3 % auf 2,66 Mrd. ? gesunken. Das betriebliche Ergebnis habe mit 59,1 Mill. ? 7,5 % unter dem Vorjahreswert gelegen, der allerdings 57 Mill. ? Erlös aus einem Beteiligungsverkauf enthielt. "Im Vorjahresvergleich hat sich das Nettoergebnis somit nach Eliminierung der Sondereffekte deutlich verbessert", hieß es.

Im Geschäftsbereich Americas habe die abwartende Haltung der Investoren wegen des Irakkrieges zu einem verringerten Auftragseingang geführt, hieß es weiter. Dieser habe sich durch den schwachen Dollarkurs verstärkt in den Zahlen niedergeschlagen. Operativ werde auch in diesem Jahr "erneut ein erfreulicher Beitrag zum Konzernergebnis" erwartet. Im ertragsstarken Bereich Asia Pacific erwartet Hochtief für das laufende Jahr insgesamt eine Steigerung des Ergebnisses. Im Europageschäft strebt das Unternehmen nach einem 60,6-Millionen-Euro-Verlust im Vorjahr weiter ein ausgeglichenes Ergebnis an.

Die mehrheitlich zum Versorgungskonzern RWE gehörende Hochtief ist nach eigenen Angaben der fünftgrößte Baukonzern der Welt. In den USA ist der Konzern mit seiner Tochter Turner, in Australien mit Leighton Marktführer.

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