Noch diese Woche
Bodewig erwartet bald Flutschäden-Schätzung

Bundesbauminister Kurt Bodewig (SPD) rechnet Ende der Woche mit einer "annähernden" Schätzung der Schäden der Flutkatastrophe entlang der Elbe. Klar sei, dass den Menschen mit einem "wirklich großen Programm" geholfen werden müsse, sagte Bodewig am Dienstag im ARD-Morgenmagazin.

ddp/vwd BERLIN/KÖLN. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Gillo (parteilos) bezifferte die Schäden für den Freistaat im Deutschlandfunk mit rund 15 Milliarden Euro. Der Gesamtschaden bundesweit werde sich vermutlich im Bereich von 20 Milliarden Euro bewegen.

Bodewig berät am Dienstag mit den Bauministern der betroffenen Länder über die Wiederaufbaumaßnahmen. Dabei sollen nach den Worten des Ministers auch Prioritäten festgelegt werden. Vorrang müsse die Wiederherstellung der Infrastruktur haben. «Das Kanalnetz muss stehen, wenn wir Häuser wieder aufbauen wollen», sagte der Minister.

Gillo mahnte, es müssten genügend Mittel zur Beseitigung der Flutschäden bereitgestellt werden. Dann könnte der Aufbau Ost auch einen "Schub" erhalten. Kritik äußerte Gillo am Streit, ob das Geld durch Änderung der Steuerreform oder die Verwendung der Bundesbankgewinne aufgebracht werde. "Wir brauchen eigentlich beides", sagte der Landesminister. Seine noch am Wochenende erhobene Forderung, 80 Prozent der Hilfsmittel müssten nach Sachsen gehen, relativierte Gillo. Die Mittel sollten dort hinfließen, wo die Schäden aufgetreten seien. Es gebe genügend unabhängige Experten etwa von Versicherungen und Banken, die die Schäden ermitteln könnten.

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