Noch immer fehlen die positiven Impulse am Neuen Markt: Nemax schließt im Minus

Noch immer fehlen die positiven Impulse am Neuen Markt
Nemax schließt im Minus

Der Nemax schloss mit einem Verlust von 2,5 Prozent bei 1 008 Punkten, der Nemax 50 gab 3,2 Prozent auf 1 028 Punkte ab. Die anhaltende Diskussion um fragwürdige Bilanzierungspraktiken und aufkeimende Kriegsängste dürften indes weiterhin belasten.

HB FRANKFURT/M. Die Tatsache, dass der Nemax am Freitag Abend gerade noch die 1 000 Punkte-Marke halten konnte, sagt alles über die Vorzeichen für die neue Woche. Die gedrückte Stimmung wird wohl mangels positiver Impulse auch weiterhin anhalten, meinen Experten. Zwar glauben nach Angaben der Deutschen Börse inzwischen wieder mehr Marktteilnehmer als noch in der Vorwoche an steigende Kurse in den nächsten Tagen. Fraglich ist indes, ob es sich dabei nicht nur um das laute Rufen im Walde handelt.

Noch immer belastet die Diskussion um fragwürdige Bilanzierungspraktiken, die nun auch den europäischen Telekomsektor erfasst hat, auch den Neuen Markt. Zudem registriert die Börse jedes Wort der US-Regierung sehr genau, das auf einen Militärschlag gegen den Irak hindeuten könnte. Eine solche Aktion würde speziell die spekulativen Werte vom Neuen Markt belasten.

Von Unternehmensseite selbst sind in dieser Woche ebenfalls wieder einige Nackenschläge zu erwarten. Am Montag will sich der Spezialmaschinenbauer Steag Hamatech zum abgelaufenen Jahr äußern, was nach dem hohen Verlusten nach neun Monaten nur wenig Gutes erwarten lässt. Umso größere Bedeutung hat für Anleger deshalb der Ausblick auf das laufende Jahr. Hier signalisierte Steag bereits ein Stabilisierung bei den Auftragseingängen. Die Steag-Aktie fiel am Freitag jedoch um 7,2 % auf 5,66 Euro.

Noch schwerer gefallen ist der einstige Börsenliebling SER, der am Dienstag seine Zahlen für 2001 vorlegen will. Dass der Spezialist für Dokumentenmanagement in einer schweren Finanzkrise steckt, ist längst kein Geheimnis mehr. Inzwischen scheinen aber die Aktionäre jegliches Vertrauen in die Aktie verloren zu haben. Allein in den letzten Tagen ging es noch einmal massiv bergab. Am Freitag verloren SER 23,3 % auf 0,46 Euro, so dass inzwischen mit noch Schlimmerem gerechnet werden muss. Erfreulicheres könnte am Dienstag hingegen von Dicom kommen. Der Spezialist für Daten- und Dokumentenerfassung berichtet an diesem Tag über die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres. Ende Januar gab es von Investec und Consors Kaufempfehlungen für Dicom.

Oftmals sind es auch erfreuliche Wendungen, die einen Aktienkurs beflügeln. So führte am Freitag Consors die lange Gewinnerliste an, nachdem von vier möglichen Interessenten für den Discount-Broker berichtet wurde. Überraschen konnten auch Pandatel und Computec, die beide die Erwartungen der Analysten übertrafen. Der Netzzugangs-Spezialist Pandatel musste zwar einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnen, trotzdem legte die Aktie um 2,1 % auf 14,30 Euro zu. Der Computerspiele-Verlag Computec machte im ersten Quartal wieder Gewinn, was den Kurs anfangs um 35 % anziehen ließ.

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