Noch in der Probezeit
Kündigung von Hochwasser-Helfer sorgt für Aufsehen

Die Kündigung eines Hochwasser-Helfers sorgt in Haldensleben (Ohrekreis/Sachsen-Anhalt) für Aufsehen. Der 24-Jährige soll seinen Job verloren haben, weil er als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr tagelang im Katastropheneinsatz war.

dpa/HB HALDENSLEBEN. Einen entsprechenden Bericht der "Magdeburger Volksstimme" (Donnerstagsausgabe) bestätigte ein Sprecher des Landkreises. Mittlerweile schaltete sich auch das Magdeburger Innenministerium in den Fall ein. Der Arbeitgeber bestreitet, dass die Kündigung mit dem Hochwasser-Einsatz zusammenhängt.

Der 24-Jährige arbeitete als Verkäufer. Während des Hochwassers unterstützte er die Freiwillige Feuerwehr. Laut "Volksstimme" kündigte ihm sein Arbeitgeber am 19. August mündlich. Er habe seinen Chef während der Einsatzzeit nicht konkret darüber in Kenntnis gesetzt, wann und wohin er zum Einsatz gerufen werde, zitiert die Zeitung den Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, Hans- Joachim Reulecke.

Der Arbeitgeber des Mannes, Andreas Bürgermeister, bestätigte die Kündigung. "Das hat aber nichts mit dem Hochwassereinsatz zu tun", sagte er. Der Mitarbeiter sei noch in der Probezeit gewesen und entlassen worden, weil es Beschwerden von Kunden gegeben habe. Sein ehemaliger Mitarbeiter habe wegen des Hochwasser-Einsatzes gar nicht gefehlt. "Wenn er gefragt hätte, hätte ich ihm dafür sogar frei gegeben." Das Innenministerium will den Fall prüfen. "Es kann nicht sein, dass Katastrophenhelfer Nachteile erleiden", sagte ein Sprecher.

Das Katastrophenschutzgesetz schreibe vor, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter in einem solchen Fall freistellen müssen. Im Gegenzug erhielten sie einen Lohnausgleich, zudem übernehme der Staat die Sozialbeiträge.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%