Noch kein Mandat vergeben
Premiere weiter auf Investorensuche

Für die Investorensuche für den von Insolvenz bedrohten Pay-TV-Sender Premiere ist noch kein Mandat vergeben worden. Der Prozess sei noch nicht abgeschlossen.

vwd MÜNCHEN. Wahrscheinlich würde nicht nur eine, sondern zwei Investmentbanken mit der Investorensuche beauftragt, verlautete am Freitag aus Branchenkreisen. Über die Investmentbanken müsse auch Konsens mit den Premiere-Gläubigerbanken Bayerische Landesbank Girozentrale (BayernLB) und HypoVereinsbank (HVB) AG, München, bestehen. Als erster Schritt müsse jedoch der von Premiere benötigte Brückenkredit von rund 100 Mio EUR stehen.

Ob der Kreditausschuss der BayernLB in seiner Sitzung am Donnerstagabend grünes Licht dazu gab, wollte ein Sprecher der Bank am Freitag nicht kommentieren. Bereits Anfang der Woche hatten die Vorstände der BayernLB und der HVB der an bestimmte Konditionen geknüpften Brückenfinanzierung zugestimmt. Kreise dementierten einen Bericht des "Handelsblatt", wonach der Kredit von einer Absichtserklärung eines Investors abhängig sei. "Dies wäre der zweite Schritt vor dem ersten gemacht", erklärten die Kreise.

Erst wenn die Brückenfinanzierung klar sei, könne ein Mandat für die Investorensuche vergeben werden und die entsprechenden InsTitute würden auf "Roadshow" gehen. Es sei davon auszugehen, dass sich eine heterogene Investorengruppe für den deutschen Pay-TV-Sender interessieren dürfte, in der auch Finanzinvestoren eine Rolle spielten.

Richtig sei dagegen, dass Premiere bei den Bundesliga-Übertragungsrechten zum Zuge kommen müsse, um den Kredit zu erhalten. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wird erst am kommenden Dienstag über die Vergabe der Übertragungsrechte entscheiden. Zwar seien deren Mitglieder darüber uneins, aber den Kreisen zufolge habe Premiere Chancen, dass es eine Einigung zu ihren Gunsten gebe. Es gehe nicht nur um Geld, sondern auch darum, möglichst viele der 306 Spiele live zu zeigen, damit auch kleine Vereine Übertragungsschancen hätten, um ihre Spiele besser zu vermarkten. Keiner außer dem Abonnentensender sei technisch in der Lage, bis zu neun Spiele eines Spieltags gleichzeitig zu übertragen.

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