Noch kein „Squeeze Out“
Bosch hält jetzt klare Mehrheit bei Buderus

Der Stuttgarter Autozulieferer Robert Bosch GmbH hat sich inzwischen eine klare, aber noch nicht 100-prozentige Mehrheit am Heiztechnikkonzern Buderus gesichert.

Reuters FRANKFURT. Nach der Übernahme verschiedener Aktienpakete und dem öffentlichen Kaufangebot für die freien Aktionäre besitzt Bosch nunmehr 87,5 Prozent an der Wetzlarer Buderus AG, wie der Traditionskonzern am Montag mitteilte. Damit ist Bosch noch wenige Prozentpunkte entfernt von der Möglichkeit, Minderheitsaktionäre zwangsweise auszuzahlen und aus dem Unternehmen zu drängen. Für einen solchen so genannten "Squeeze Out" muss der Konzern mindestens 95 Prozent der Anteile halten.

Ein Bosch-Sprecher hatte jüngst allerdings betont, der Konzern brauche lediglich die einfache Mehrheit an Buderus, um das wirtschaftliche Konzept der Fusion umsetzen zu können. "Wir müssen keinen Erwerb von 100 Prozent der Anteile erreichen", hatte er gesagt. Bosch bietet 29,15 Euro je Aktie und will voraussichtlich ab Ende dieser Woche eine weitere, zweiwöchige Annahmefrist für die außenstehenden Aktionäre einrichten, wie es das Gesetz vorschreibt. Die erste Frist war Freitag abgelaufen.

Die Europäische Union muss die Übernahme aber noch absegnen und will sich nach bisherigen Angaben in rund vier Wochen äußern. Bosch will das Heizgeschäft von Buderus mit der eigenen Wärmetechnik zusammenlegen. Das Unternehmen will mit diesem Schritt auch eine größere Unabhängigkeit vom Kerngeschäft Automobilzulieferungen erreichen. Auch will Bosch entgegen der Vermutungen mancher Branchenkenner die Buderus-Sparten Edelstahl- und Gusstechnik bis auf weiteres behalten.

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