Noch kein Termin für Rückkehr Clintons nach Washington
Nahostgipfel wird am Vormittag fortgesetzt

Eine Annäherung zwischen den streitenden Parteien konnte in der Nacht nicht erreicht werden. In US-Kreisen wurden die Gespräche als "hart und schmerzhaft" bezeichnet.

ap SCHARM EL SCHEICH. Die Nahostgipfelkonferenz in Scharm el Scheich auf der ägyptischen Halbinsel Sinai soll am (heutigen) Dienstagvormittag gegen 08.00 Uhr MESZ fortgesetzt werden. US-Präsident Bill Clinton bemüht sich fieberhaft, ein Ende der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israelis zu erreichen. Nach einem Verhandlungsmarathon am Montag sprach er noch am frühen Dienstagmorgen bis nach 01.00 Uhr Ortszeit mit dem palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat und dann noch fast zwei Stunden lang mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak. Clintons Pressesekretär Jake Siewert erklärte, es stehe noch kein Zeitpunkt für eine Rückkehr des Präsidenten nach Washington fest.

Eine Annäherung zwischen den streitenden Parteien war nicht in Sicht. Siewert sagte, es gehe darum, die Realitäten zu ändern, damit man wieder eine Brücke zurück zu den Friedensverhandlungen schlagen könne. Er berichtete, ein Außenministertreffen am Montag sei wohl hitzig verlaufen, jedoch sei dies eine Ausnahme gewesen. Bei den von Clinton geführten Unterredungen sei es sachlich zugegangen.

Clinton hatte am Montag Barak und Arafat beschworen, das Stadium gegenseitiger Schuldzuweisungen hinter sich zu lassen. Er sagte, man könne sich keinen Misserfolg leisten.

In US-Kreisen wurden die Gespräche als "hart und schmerzhaft" bezeichnet. Ein Hauptstreitpunkt war eine Forderung Arafats, dass eine internationale Kommission die Ursachen der Welle der Gewalt suchen solle. Israel will nur ein von den USA geleitetes Gremium akzeptieren. Barak verlangte unter anderem ein Ende der Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten.

In den palästinensischen Autonomiegebieten gingen am Montag die Demonstrationen weiter. Zwei Palästinenser wurden von israelischen Soldaten erschossen - ein 15-Jähriger in Bethlehem im Westjordanland und ein Polizist im Gazastreifen. 38 Demonstranten trugen Verletzungen davon.



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