Noch keine Anfrage erhalten
Schröder bietet USA erneut Militärhilfe an

Die USA haben Deutschland nach der Vorlage von Beweisen über eine Beteiligung Osama bin Ladens an den Terroranschlägen zunächst nicht um Unterstützung bei einem Militärangriff gebeten.

afp BERLIN. Es gebe noch keine konkreten Bitten der US-Regierung um Unterstützung, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Dienstag in Berlin. Daher sei es noch zu früh, über weitere Schritte zu spekulieren. Nato-Generalsekretär George Robertson hatte zuvor erklärt, dass die USA dem Nato-Rat überzeugend dargelegt hätten, dass die Täter und Beteiligten der Anschläge Mitglieder der Terrororganisation El Kaida von Bin Laden seien. Damit lägen die Voraussetzungen für die Erklärung des Nato-Bündnisfalles vor, sagte Schröder. Er betonte, dass dies zugleich Beistandsverpflichtungen auslöse. Dies schließe auch militärischen Beistand nicht aus.

Die Bundesregierung war vor der Sitzung des Nato-Rats von der US-Botschaft in Berlin informiert worden. Die Nato hatte am Mittag den Bündnisfall ausgerufen. Damit können offiziell alle Nato-Staaten um militärischen Beistand für die USA gebeten werden. Voraussetzung dafür war, dass die Terroranschläge als ein Angriff von außen gewertet werden. Angaben zum Inhalt der Beweise über die Verwicklung der Organisation El Kaida wurden von der Bundesregierung nicht gemacht. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums verwies darauf, dass "absolute Geheimhaltung zu herrschen hat". Robertson hatte gesagt, dass die USA "klar und deutlich" Verbindungen zwischen der Terrororganisation El Kaida, Bin Laden und den regierenden Taliban-Milizen aufgedeckt hätten.

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