Noch keine Bestätigung vom US-Präsidialamt
USA: Geheimgespräch mit Kurden in Deutschland

Die "Washington Post" meldete am Montag, das Treffen habe vorigen Monat an einem nicht näher bezeichneten Ort in Deutschland stattgefunden. Dabei sei über eine stärkere Kooperation mit den Kurden gesprochen worden.

Reuters WASHINGTON. Insbesondere sei es um die Frage gegangen, welche militärischen und nachrichtlichen Ressourcen die Kurden im Norden des Irak bei Bemühungen um eine Entmachtung Saddams einbringen könnten. Von US-Seite habe dem Vernehmen nach unter anderen der frühere Vize-Sicherheitsberater für Terrorabwehr im US-Präsidialamt, Wayne Downing, an dem Gespräch teilgenommen. Das US-Präsidialamt habe dies auf Anfrage jedoch nicht bestätigt.

Für die Kurden hätten Massud Barsani von der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) und Dschalal Talabani, Chef der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), am Tisch gesessen. Die KDP Barsanis wie auch die PUK stehen Saddam feindlich gegenüber und bemühen sich um Einfluss in der kurdischen Bevölkerung im Norden des Irak. Ihr Gebiet, das vor dem Golfkrieg vor Übergriffen der irakischen Armee nicht sicher war, wird seit 1991 von amerikanischen und britischen Flugzeugen geschützt und ist seither faktisch vom Einflussbereichs Saddams abgetrennt. Die Maschinen der Alliierten überwachen im Norden und Süden Iraks eine Flugverbotszone.

US-Präsident George W. Bush zählt Irak ebenso wie Iran und Nordkorea zu einer "Achse des Bösen" und hat Saddam vorgeworfen, nach Massenvernichtungswaffen zu streben. Dies hat immer wieder Spekulationen Anlass gegeben, die USA könnten in ihrem Kampf gegen den Terrorismus auch den Irak angreifen und Saddam stürzen.

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