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Noch keine Frau mit Wirtschafts-Nobelpreisehren

AFP STOCKHOLM. Unter den nunmehr 46 Trägern des Wirtschafts-Nobelpreises befindet sich nicht eine einzige Frau. Die US-Forscherin Anne Krueger zählte 1999 zumindest zu den engen Favoriten für die Auszeichnung, der Preis ging dann aber an den Kanadier Robert Mundell. Auch in diesem Jahr werden mit den US-Professoren James J. Heckman und Daniel McFadden zwei männliche Kollegen ausgezeichnet.

Nicht nur in Schweden ist der Wirtschafts-Nobelpreis umstritten: Linksgerichtete Abgeordnete wollen ihn abschaffen, weil er zu sehr politischen Moden folge. Experten sehen zudem dasselbe Dilemma wie bei den anderen wissenschaftlichen Nobelpreisen: Angesichts der Zahl bahnbrechender Forschungen sterben manche berühmte Ökonomen, bevor sie zu Nobelpreis-Ehren kommen können. Andererseits soll auch die Dynamik des Faches gewürdigt werden.

Wirtschaftsnobelpreise gibt es erst seit 1969

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ist die jüngste unter den angesehenen Auszeichnungen mit dem Namen des Dynamit-Erfinders Alfred Nobel. Während die anderen Preise seit der Jahrhundertwende von der Nobel-Stiftung gesponsert werden, kommt für den seit 1969 "in Gedächtnis an Alfred Nobel" verliehenen Wirtschafts-Nobelpreis die Schwedische Reichsbank auf. In diesem Jahr ist der Preis mit 9 Mill. Kronen (knapp 2,1 Mill. DM) dotiert.

Die Währungshüter der Schwedenkrone stifteten die Auszeichnung 1968, im Jahr ihres 300. Bestehens. Als Jury fungiert wie bei den Nobelpreisen für Physik und Chemie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften. Sie zeichnete mehrfach ganze Teams von Wissenschaftlern aus.

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