Noch keine Lösung für Manila
Fraport: Optimismus trotz Problemen

Der größte deutsche Flughafenkonzern Fraport peilt trotz Passagierrückgangs und Schwierigkeiten bei einem Terminalbau auf den Philippinen ein stabiles Ergebnis an.

dpa FRANKFURT. Angestrebt werde für das Jahr 2002 ein Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von mindestens 500 Millionen Euro, sagte der Vorstandsvorsitzende Wilhelm Bender am Mittwoch bei der ersten Hauptversammlung seit dem Börsengang vor einem Jahr in Frankfurt. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 507 Millionen Euro.

Vor der Halle protestierten Mitglieder von Bürgerinitiativen gegen den Ausbau des größten deutschen Flughafens. Der bis 2006 geplante Bau einer neuen Landebahn sei nötig, da sonst ein Verlust der Drehscheibenfunktion für den Hauptkunden Lufthansa drohe, sagte Bender. Auch für die künftige Wirtschaftskraft und neue Arbeitsplätze in der Rhein-Main-Region sei das Projekt erforderlich.

Die Probleme beim bereits fortgeschrittenen Bau eines Passagier- Terminals in Manila (Philippinen) seien weiter nicht gelöst, sagte Bender. Die Projektgesellschaft, an der Fraport 30 Prozent hält, werde ihre liquiden Mittel "in Kürze" aufgebraucht haben. Wegen offener Fragen hat Fraport nach Investitionen von 375 Millionen US-Dollar die weitere Finanzierung auf Eis gelegt. Eine Lösung solle in den nächsten zwei Monaten gefunden werden.

Die rund 2000 Aktionäre im Saal sollten über eine Dividende von 40 Cent für 2001 beschließen. Im Krisenjahr der weltweiten Luftfahrt hatte Fraport einen um 22 Prozent auf 101,1 Millionen Euro gesunkenen Konzernüberschuss ausgewiesen. Für dieses Jahr erwartet der Vorstand weiterhin ein "kleines Minus im einstelligen Prozentbereich" bei den Passagierzahlen in Frankfurt. Im Vorjahr waren dort 48,6 Millionen Reisende gezählt worden.

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