Noch keine ungarische Goldmedaille
Das ungarische Gefühl fürs Wasser

Obwohl Ungarn über keinen Meereszugang verfügt, brilliert das Land traditionell in den Wassersport-Disziplinen wie Schwimmen, Wasserball und vor allem Kanu. Doch noch sind die Ungarn in Peking ohne Gold. Das könnte sich am Wochenende ändern.

BERLIN. Einen Zugang zum Meer besitzt Ungarn bekanntlich nicht, und auch das größte Gewässer der Magyaren scheint nicht gerade als Wiege für eine große Wassersportnation zu taugen. Ganze drei Meter ist er tief, der Balaton, was auf deutsch soviel wie "sumpfige Marsch" bedeutet. Dennoch gibt es in Europa kaum ein Land, in dem Schwimmen, Wasserball und vor allem Kanu so tief im Nationalbewusstsein verankert sind wie hier.

Einen nationalen Schock hat es deshalb ausgelöst, als der zweimalige Olympiasieger im Zweier-Kanadier György Kolonics im Juli diesen Jahres nach einem Herzstillstand aus seinem Boot kippte. "Man kann sich außerhalb von Ungarn nicht vorstellen, welchen Verlust das für uns darstellt", sagt NOK-Chef Pal Schmitt. "Immerhin ist Kanu unser Nationalsport." Besonders motiviert seien die übrigen Athleten nun, den Stolz der Ungarn zu verteidigen.

Bei der WM im vergangenen Jahr in Duisburg holten sie neunmal Gold, genauso viel, wie der ewige Rivale Deutschland. Für die Finalläufe in Peking hat sich der fünffache Weltmeister im Einer-Kajak der Männer Akos Vereckei nun ebenso souverän qualifiziert, wie die Doppelweltmeisterin im Einer- und Zweier Kajak der Frauen, Katalin Kovacs.

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