Noch maximal sechs Wettfahrten möglich
America's Cup: Nun droht Verlängerung

Aus der berühmtesten Segelregatta der Welt ist ein nervenzerrender Marathon geworden, dem nun sogar eine kostspielige Verlängerung droht.

HB/dpa AUCKLAND. Zwar steht es vor dem offiziellen Ende des America's Cup am 6. März im Duell zwischen den Schweizer Herausforderern der Alinghi Challenge und Verteidiger Team New Zealand vor Auckland 3:0 für die Eidgenossen, doch seit dem 18. Februar ist auf dem Hauraki Golf kein Rennen mehr ausgetragen worden. Bis zur Entscheidung im Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt kann es maximal noch sechs Wettfahrten geben.

"Wir sind bereit und wollen endlich wieder segeln", sagte Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann aus dem bayerischen Penzberg am Donnerstag nach der sechsten Absage. Kein Wunder, denn die Schweizer benötigen in der "Best-of-Nine-Serie" nur noch zwei weitere Siege, um erstmals in der 152-jährigen Geschichte den Cup nach Europa zu holen und somit auch die Probleme der Veranstalter zu lösen.

In den nächsten Tagen müssen sich die beiden Teams auf einen neuen Zeitplan einigen. Diese Einigung kann von Tag zu Tag oder auch in Form der Festlegung eines neuen Wettfahrtkalenders erfolgen. Genauer schreibt es das Regelwerk, die so genannte "Notice of Race", nicht vor. Damit könnte es eine unabsehbare Fortsetzung des zähen Ringens um jedes Rennen geben. Seitens Alinghis Anwalt Hamish Ross gibt es von den Schweizern wie schon in den vergangenen Wochen grundsätzlich grünes Licht: "Wir werden an jedem Tag segeln, an dem das physisch irgendwie möglich ist", kündigte der Alinghi-Jurist an. Anders haben sich zuletzt die Neuseeländer entschieden, die mit ihrem Veto gleich mehrere Renntage kippten.

Sollte es unter den Rivalen keine Einigung bezüglich eines neuen Regattaprogramms geben, kann auch die Internationale Jury einschreiten. Ihr britischer Vorsitzender Bryan Willis kündigte angesichts der Absagenflut eine harte Welle an: "Die Jury kann die beiden Parteien im Streitfall zur Einigung zwingen." Nur theoretisch von Bedeutung ist ein weiterer Paragraf, der im ursprünglichen Regelwerk des America's Cup, der "Deed of Gift" vom 24. Oktober 1887, niedergeschrieben wurde. Danach ist es nicht erlaubt, America's Cup- Rennen in der südlichen Hemisphäre zwischen dem 1. Mai und dem 1. November auszutragen. Jury-Vorsitzender Bryan Willis ist sich jedoch sicher: "So lange wird es nicht mehr dauern..."

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