Noch mehr Reformen notwendig
Kopper: "Wirtschaftsstandort Deutschland" weiter gefragt

Deutschland ist trotz seiner Konjunktur- und Finanzprobleme im internationalen Wettbewerb nach wie vor ein gefragter Wirtschaftsstandort. Das erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Auslandsinvestitionen, der frühere Deutsche- Bank-Chef Hilmar Kopper, am Freitag in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Deutschland sei als Wirtschaftsstandort eine "Premium-Marke". "Mit Sicherheit werden 90 % der internationalen Wirtschaftsstandorte diese Qualität so schnell nicht erreichen können", sagte Kopper.

Kopper wirbt seit Jahren um Ansiedlungen ausländischer Investoren in Deutschland. Nach seinen Worten hebt sich Deutschland aus dem Kreis seiner internationalen Konkurrenten hervor. Für die meisten Investoren seien Marktgröße und Marktzugang weiter die wichtigsten Kriterien bei der Standortwahl, sagte Kopper auf dem Jahreskongress der Wirtschaftsförderer. Hinzu kämen die Nähe zu Osteuropa, ein liberalisierter Markt, leistungsfähige Infrastrukturen, neue Technologien sowie mehr Unternehmenstransparenz und Anlegerschutz.

Es dürfe generell nicht der Fehler gemacht werden, die Qualität des Wirtschaftsstandortes Deutschland nur auf Kostenvergleiche zu reduzieren. "Es mehren sich die Beispiele, in denen Unternehmen die Produktion - zum überwiegen Teil aus Osteuropa - nach Deutschland zurückverlagern." Seine zentrale Aussage an ausländische Investoren in Übersee sei, dass Deutschland das markttechnische, technologische und logistische Zentrum Europas sei, sagte Kopper. Produkte "Made in Germany" stünden nach wie vor hoch im Kurs.

Dennoch müssten die Reformen stärker vorangebracht werden als bisher. Die Staatsquote müsse gesenkt und mehr Raum für private Investoren geschaffen werden, forderte Kopper. Zugleich sprach er sich dafür aus, die Mittel für die Auslandswerbung zu erhöhen und dem Niveau der Wettbewerber in anderen Ländern anzupassen.

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