Noch nicht alle Strahlenfrequenzen sind erforscht
Gefahr von Handys wird überschätzt

Handys sind nach Ansicht des Mediziners Eduard David weniger gefährlich als Kritiker annehmen. "Bisher haben wir noch keinen wesentlichen krank machenden Effekt feststellen können", sagte David am Dienstag.

dpa STUTTGART. Seit rund acht Jahren untersucht David am Zentrum für Elektropathologie der Universität Witten/Herdecke Menschen, die angeben, auf Strahlung sensibler zu reagieren. Am Dienstag referierte er in Stuttgart auf der Tagung "Handys: Wird uns gefährlich, was uns nützt?". Dazu hatten der Verband der Elektrotechnik (VDE) und der Verein deutscher Ingenieure (VDI) eingeladen.

So genannte Elektrosensible klagten über Kopfschmerzen, Appetit- und Schlaflosigkeit oder sogar Impotenz, schilderte David. "Solche Symptome könnten auch durch Angst erzeugt sein." Schließlich steige die Zahl der Sendemasten ständig an. Bei bisher rund 5 000 Untersuchungen habe er zumindest keine körperlich bedingte Empfindlichkeit gegen Handystrahlung nachweisen können. Dennoch hätten sich rund 10 % der Patienten selbst als elektrosensibel eingestuft.

David räumte ein, dass eine Wirkung von Handystrahlung auf den menschlichen Körper nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Zurzeit seien noch nicht alle Strahlungsfrequenzen auf biologische Wirkung hin untersucht worden. Auch kenne man derzeit nicht alle möglichen Langzeiteffekte. Dennoch sieht David keine unmittelbar Gefahr: "Den rund 50 Millionen Handybenutzern sage ich: Benutzt es ruhig weiter, ihr braucht keine Angst haben."

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