Noch Streit um übertariflich bezahlte Mitarbeiter
LTU-Mitarbeiter wollen auf Gehalt verzichten

Im Kampf um die Rettung des angeschlagenen Ferienfliegers LTU ist das Bodenpersonal zu einem umfangreichen Einkommensverzicht bereit. Alle finanziellen Forderungen der Konzernführung seien erfüllt worden, sagte Betriebsratsmitglied Wolfgang Becker am Mittwoch.

afp DüSSELDORF. Das Bodenpersonal werde wie gefordert bis zum Jahr 2004 auf fünf Prozent des Gehalts verzichten. Zudem würden die Mitarbeiterbeteiligung sowie in diesem Jahr das Weihnachts- und in den kommenden zwei Jahren das Urlaubsgeld gestrichen. Trotz dieser Zugeständnisse konnte keine defintive Einigung erzielt werden. Die Verhandlungen wurden vielmehr nochmals vertagt, da es noch Streit über die übertariflich bezahlten Mitarbeiter gibt. Unabhängig vom Bodenpersonal verhandelt die Geschäftsführung auch noch mit den Kabinen- und Cockpit-Besatzungen über einen Gehaltsverzicht.

Der Betriebsrat rechnet laut Becker mit einer Einigung über das Sparpaket. "Es wäre lächerlich, wenn es jetzt noch scheitern würde", sagte das Mitglied der Tarifkommission. Die LTU will durch den Gehaltsverzicht ihrer Mitarbeiter in den kommenden drei Jahren jährlich 50 Mill. DM sparen. Bei den Sachkosten will der Ferienflieger bis 2004 zudem weitere 200 Mill. DM freisetzen. Dieses Sparpaket ist eine Voraussetzung für die in Aussicht gestellte Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Für Freitag ist ein Krisengipfel der Landesregierung mit Banken über die Zukunft der Fluggesellschaft angesetzt.

Die LTU ist vor allem durch die Pleite der Swissair in eine schwere Krise geraten. Die Schweizer Airline ist mit 49,9 % Hauptanteilseignerin an der Fluggesellschaft und kann eigentlich zugesagte Zahlungen nicht mehr leisten.

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