Noch vier weitere Zwangsarbeiter-Klagen anhängig
Lambsdorff hält erste Auszahlungen im März für möglich

Nach der Abweisung von Klagen ehemaliger NS-Zwangsarbeiter in den USA hält Otto Graf Lambsdorff erste Überweisungen aus dem Entschädigungsfonds im März 2001 für möglich.

ap SAARBRÜCKEN. Nach der Abweisung von Klagen ehemaliger NS-Zwangsarbeiter in den USA hält Otto Graf Lambsdorff erste Überweisungen aus dem Entschädigungsfonds im März 2001 für möglich. Im günstigten Fall könne bis dahin mit der Auszahlung von der Zwangsarbeiter-Stiftung an die Partner-Organisationen begonnen werden, sagte der Beauftragte der Bundesregierung der "Saarbrücker Zeitung" (Freitagausgabe).

Falls aber Berufung gegen die Entscheidung der US-Gerichte eingelegt werde, könne sich die Auszahlung noch einige Monate hinauszögern, sagte Lambsdorff. Vier weitere Klagen seien noch anhängig. Außerdem gebe es noch an zwei andere amerikanischen Bundesgerichten Klagen gegen deutsche Banken und Versicherungen.

ANteil des Bundes wird nicht erhöht

Die deutsche Wirtschaft habe schriftlich zugesichert, dass sie die zugesagten fünf Mrd. DM überweise, sobald der "Rechtsfriede" hergestellt sei. Dies sei dann der Fall, wenn alle Klagen abgewiesen seien.

Der FDP-Politiker wandte sich entschieden dagegen, dass die Bundesregierung die noch fehlenden 1,7 Mrd. DM vorlegt. "Unterm Strich werden 75 % des Gesamtbetrags von zehn Mrd. DM von der öffentlichen Hand geleistet - 5 Mrd. direkt und 2,5 Mrd. auf dem Umweg über steuerliche Abzugsfähigkeit", sagte Lambsdorff. Darüber dürfe der Anteil des Bundes nicht hinausgehen.



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