Nokia baute Vorsprung aus
Mobilfunk-Markt 2001 erstmals geschrumpft

Zum ersten Mal in der Geschichte der Mobilfunk-Industrie ist 2001 die Anzahl der verkauften Handys gesunken.

Reuters LONDON. Wie das Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest in der Nacht zum Montag in London weiter mitteilte, wurden im vergangenen Jahr nur noch 399,6 Millionen Einheiten verkauft, ein Rückgang um 3,2 Prozent. Zwischen 1996 und 2000 stiegen die Verkaufszahlen durchschnittlich um 60 Prozent.

Als Gründe für den Rückgang nannte ein Sprecher des Instituts gesättigte Märkte in Europa, den Rückgang von Subventionen von Seiten der Telefonunternehmen, den florierenden Second-Hand-Markt in Entwicklungshändlern sowie Verkäufe aus Lagerbeständen, die im Vorjahr angelegt worden seien. Zudem hätten es die Handy-Produzenten versäumt, ihre Kunden mit Neuentwicklungen zu überzeugen. Auch habe sich die GPRS-Technik nicht bei den Nutzern durchgesetzt.

Der Gartner-Studie zufolge vergrößerte der finnische Marktführer Nokia seinen Marktanteil in 2001 nach einem schlechten Start auf 35 Prozent (2000: 30,6 Prozent). Motorola aus den USA erreichte einen Anteil von 14,8 Prozent (14,6). Der deutsche Siemens-Konzern verdrängte Ericsson vom dritten Platz.

Die Schweden kamen im vierten Quartal 2001 nur noch auf magere 5,5 Prozent Marktanteil (Gesamt-2000: zehn Prozent) und landeten schließlich auf dem fünften Rang, hinter dem südkoreanischen Konzern Samsung Electronics . Samsung vergrößerte seinen Anteil von fünf Prozent im Jahr 2000 auf 7,9 Prozent in 2001.

Siemens hatte sich erst im Vorjahr unter die ersten fünf Mobilfunk-Unternehmen gekämpft und erweiterte seinen Marktanteil in 2001 laut Gartner um fast ein Prozent.

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