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Nokia, Ericsson und Siemens im Blick

Welche Chancen bieten die drei wichtigsten Handykonzerne den Investoren?

gil Düsseldorf. Ericsson gilt den meisten Analysten als Kauftipp. Dies liegt jedoch nicht an der Handysparte, sondern an der dominierenden Position in der Telekom-Infrastruktur. Hier haben die Schweden einen Großteil der Aufträge für die UMTS-Netze gewonnen. Die Handysparte arbeitet dagegen mit Verlust, obwohl Ericsson mit einem Weltmarktanteil von knapp 10 % der drittgrößte Hersteller ist. Viele Analysten wie Theo Kitz von Merck Finck hoffen darauf, dass die Handyfertigung verkauft oder in eine Kooperation eingebracht wird. Dann falle diese Belastung weg. Die WestLB Panmure hat Ericsson dagegen kürzlich als Outperformer hochgestuft, in der Hoffnung, Ericsson werde das Handyproblem lösen.

Nokia ist mit Abstand der Handyhersteller mit dem höchsten Börsenwert, mehr als Ericsson und Siemens zusammen. Der eindeutige Weltmarktführer gilt bei fast allen Analysten als klarer Kauftipp. Doch können schon kleine Verunsicherungen zu einem scharfen Kurssturz führen, wie sich bei vorsichtigeren Einschätzungen des Unternehmens im vergangenen Sommer und am Montag dieser Woche gezeigt hat. Viele Analysten halten dies jedoch für eine Überreaktion. Das Vertrauen in weiterhin hohe Gewinne der Finnen ist unverändert vorhanden. Die WestLB Panmure hat Nokia nach dem Kurssturz am vergangenen Montag sogar hochgestuft auf Outperformer, das Kursziel allerdings von 58 auf 50 Euro gesenkt.

Siemens ist einer der wenigen Handyanbieter, der im vergangenen Jahr seinen Marktanteil steigern konnte. Doch ist Siemens vor allem in Europa erfolgreich. Die im Bereich ICM zusammen gefasste Mobilfunksparte brachte dem Konzern den dritthöchsten Ertrag aller Bereiche. Allerdings verbuchte ICM im letzten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinneinbruch um über 80 %. Knappheit an Bauteilen und schadhafte zugekaufte Chips verhinderten einen höheren Gewinn und auch einen höheren Absatz. Trotzdem sehen die meisten Analysten Siemens als Kaufempfehlung. Die Hamburgische Landesbank sieht Siemens als Market Outperformer und begründet dies auch mit der hohen operativen Marge im Handybereich.

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