Nokia
Kommentar: Vorsichtige Finnen

gil/HB Auf die böse folgt die gute Überraschung aus Helsinki. Im Juni hatte Nokia mit einer Gewinnwarnung die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Jetzt meldet der finnische Vorzeigekonzern zwar einen gesunkenen Quartalsgewinn. Doch die Börse jubelt, weil das Ergebnis nicht so weit absackte wie befürchtet.

Nokia selbst jubelt nicht. Konzernchef Jorma Ollila gibt sich vorsichtiger als früher. Im dritten Quartal erwartet er nur ein geringes Wachstum, und für das vierte gibt er erst gar keine Prognose ab. Die unsichere Lage am Markt für Handys und Telekom-Infrastruktur könnte jede Vorhersage schnell zunichte machen. Sicher ist nur, dass Nokia der einzige Handyproduzent bleibt, der noch mit Gewinn arbeitet. Gestützt auf den gewaltigen Marktanteil von rund 35 Prozent, die bekannte Marke und die gesunde Bilanzstruktur können die Finnen besser als die Konkurrenz eine Wachstumspause verkraften. Gespannt wartet die Fachwelt, wie der große Kontrahent Ericsson, der heute seine Zahlen präsentiert, mit dem schwierigen Umfeld klar kommt.

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