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Nokia übertrifft die Erwartungen der Analysten

Der finnische Telekom-Ausrüster Nokia hat im ersten Quartal dieses Jahres Umsatz und Gewinn über den Erwartungen gesteigert, zugleich jedoch seine Prognosen für das Gesamtjahr leicht gesenkt.

rtr HELSINKI. Wie der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen am Freitag mitteilte, stieg der Vorsteuergewinn in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 6 % auf 1,414 Mrd. Euro. Analysten hatten hier im Schnitt mit rund 1,34 Mrd. Euro gerechnet. Der Netto-Umsatz stieg nach Firmenangaben um mehr als 20 % auf gut acht Mrd. Euro. Nokia reduzierte aber die Prognose für das Umsatzwachstum im zweiten Quartal und Gesamtjahr 2001 auf 20 %. Die Aktie zog im frühen Handel zunächst an, drehte dann jedoch ins Minus.

Auf Grund des sich verschlechternden internationalen Konjunkturklimas nahm Nokia die Prognose für das weitere Umsatzwachstum auf 20 % zurück. Auch die bisherige Schätzung der operativen Margen in der Handy-Sparte wurde leicht verringert. Hier werde nun mit Raten "im hohen Zehnerbereich" gerechnet, hieß es. Zuvor war hier noch von einem Wachstum um die 20 % die Rede gewesen.

Gedämpfte Prognosen für das Gesamtjahr



Analysten äußerten sich über das Nokia-Ergebnis im ersten Quartal positiv, verwiesen aber auch auf den dämpfenden Ausblick des Konzerns für den weiteren Geschäftsverlauf. Die Zahlen sähen "wirklich gut aus" und lägen deutlich über den Erwartungen, sagte Mika Paloranta vom finnischen Brokerhaus Aros Maizels. "Das Problem ist die Prognose für das Gesamtjahr", fügte der Experte hinzu. Der Konzern gehe beim Umsatz nur noch von einem Wachstum von 20 % statt wie zuvor von 25 bis 35 % aus.

Im einzelnen leistete die Mobilgeräte-Sparte von Nokia im ersten Quartal mit einem Umsatz von 5,8 Mrd. Euro und einem operativen Ergebnis von 1,2 Mrd. Euro den größten Beitrag zum Konzernergebnis. Der pro-forma-Vorsteuergewinn des Konzerns habe sich auf 1,485 Mrd. Euro nach 1,352 Mrd. Euro im Vorjahresquartal belaufe. Beim Ergebnis je Aktie werde im zweiten Quartal mit einem pro-forma Wert von 0,20 Euro im Vergleich zu 0,22 Euro im ersten Quartal gerechnet. Nokia stellte jüngst die Rechnungslegung auf International Accounting Standards (IAS) um, weshalb auch pro-forma-Zahlen ausgewiesen wurden.

Die Aktie des finnischen Konzerns startete mit einem Kursgewinn von vorübergehend mehr als 5 % in den Handel, drehte im weiteren Verlauf jedoch ins Minus. Rund eine Stunde nach Handelsbeginn notierte das Papier um 0,2 % schwächer bei 33,50 Euro. Die Aktie des schwedischen Konkurrenten Ericsson, der zuvor ebenfalls seine Quartalszahlen und auch einen verhaltenen Ausblick für die kommenden Monate präsentiert hatte, brach bis dahin um mehr als 12 % ein.

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