Nokia und Nortel sollen jetzt gemeinsam bauen
MMO2 vergibt Aufträge für UMTS-Netze neu

Der britische Mobilfunknetzbetreiber MMO2, zu dem in Deutschland Viag Interkom gehört, will seine europäischen UMTS-Netze einheitlich aufbauen. Das spart nach Angaben des Unternehmens in den kommenden fünf Jahren 600 Mill. Euro der ursprünglich geplanten 2,8 Mrd. Euro Investitionen. In Großbritannien, Irland und Deutschland sollen die Unternehmen Nokia und Nortel die UMTS-Netze aufbauen. Dabei soll Nokia die Basisstationen liefern und Nortel die Netzrechner. Ausgenommen von dem Auftrag ist das UMTS-Netz der niederländischen MMO2-Tochter Telfort. Telfort lagert den gesamten UMTS-Netz-Aufbau und Betrieb an Ericsson aus. MMO2 begründet dies damit, dass Telfort bereits bisher Ercisson-Technik einsetzt und ein Umsteuern auf die Nokia-Nortel-Lösung kompliziert wäre.

dri BERLIN. Der britische Mobilfunknetzbetreiber MMO2, zu dem in Deutschland Viag Interkom gehört, will seine europäischen UMTS-Netze einheitlich aufbauen. Das spart nach Angaben des Unternehmens in den kommenden fünf Jahren 600 Mill. Euro der ursprünglich geplanten 2,8 Mrd. Euro Investitionen. In Großbritannien, Irland und Deutschland sollen die Unternehmen Nokia und Nortel die UMTS-Netze aufbauen. Dabei soll Nokia die Basisstationen liefern und Nortel die Netzrechner. Ausgenommen von dem Auftrag ist das UMTS-Netz der niederländischen MMO2-Tochter Telfort. Telfort lagert den gesamten UMTS-Netz-Aufbau und Betrieb an Ericsson aus. MMO2 begründet dies damit, dass Telfort bereits bisher Ercisson-Technik einsetzt und ein Umsteuern auf die Nokia-Nortel-Lösung kompliziert wäre.

Alle Vereinbarungen über den Netzaufbau befinden sich im Stadium eines Letter-of-Intend, die endgültigen Verträge sollen im Sommer unterzeichnet werden.

Nach früheren Plänen sollte Nokia das deutsche Netz und Nortel das britische bauen. Nach Aussage von Viag-Interkom-Technikvorstand Charly Rohrsen birgt das Länder-übergreifend einheitliche UMTS-Netz in der Zukunft weitere Synergien: So könnten neue Dienste technisch einheitlich entwickelt werden. Dass das Netz billiger werde, liege an Skaleneffekten: "Es kostet weniger, ein großes Netz aufzubauen, als zwei kleine", sagte er dem Handelsblatt. Allerdings muss Viag Interkom jetzt mit den Netzausbauplänen wieder von vorne anfangen. Laut Rohrsen wird dies aber nicht zu Verzögerungen bei der UMTS-Einführung führen.

Die deutsche MMO2-Tochter baut ihre Netze in Großbritannien und Deutschland gemeinsam mit der Telekom-Tochter T-Mobile auf. Dabei teilen sich die Unternehmen lediglich Grundstücke und die Antennenmasten. Daher sei es kein Hindernis, dass T-Mobile mit Siemens einen anderen Netzausrüster gewählt habe, sagte Rohrsen.

Quelle: Handelsblatt

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