Nokia-Zahlen und Dell-Ausblick ziehen Wall Street nach oben
Wall Street startet freundlich in den Tag

Zufriedenstellende Ergebnisse bei Nokia und SAP, sowie eine Bestätigung der Gewinnprognosen bei Dell sorgen für positive Impulse. Der Dow-Jones stieg kurz nach der Handelsstart um mehr als 100 Punkte.

Reuters NEW YORK. Die Quartalsbilanz des Mobilfunkkonzerns Nokia und die Ergebnisprognose des Computerunternehmens Dell haben nach Händlerangaben die Hoffnungen der Anleger auf eine Erholung der Unternehmensgewinne gestärkt und die Kurse an der Wall Street im frühen Geschäft beflügelt. Die auch an der New Yorker Börse gelisteten Nokia-Titel legten um rund 16 Prozent zu, Dell gewannen rund vier Prozent. Unterstützt wurde der Aufwärtstrend nach Händlerangaben durch besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten.



Der Dow-Jones-Index kletterte bis 16.10 Uhr MESZ um 0,86 Prozent auf 10 661,86 Zähler, während der technologielastige Nasdaq-Index um 2,63 Prozent auf 2 069,24 Punkte deutlich stärker zulegen konnte.

Nokia hatte zuvor für das zweite Quartal einen Gewinn am oberen Ende der Erwartungen bekannt gegeben. Nokia-Aktien stiegen um 16,18 Prozent auf 19,75 Dollar. Der weltgrößte Computerhersteller Dell wird nach eigenen Angaben im zweiten Quartal zum 3. August voraussichtlich einen Umsatz von 7,6 Mrd. Dollar erwirtschaften. Das Ergebnis je Aktie vor einmaligen Aufwendungen werde wohl 0,16 Dollar betragen und würde damit die derzeitigen Analystenschätzungen treffen. Die Titel notierten 4,3 Prozent im Plus auf 28,30 Dollar.

Den Kursaufschwung unterstützten nach Händlerangaben auch die besser als erwartet ausgefallene Quartalsbilanz der SAP AG, deren Aktien in New York um neun Prozent auf 34,05 Dollar zulegten. "Es war ein Sonnenstrahl, der auch den europäischen Börsen geholfen hat", sagte Larry Wachtel, Analyst bei Prudential Securities zu den SAP-Zahlen. Der Softwarehersteller hatte mitgeteilt, im zweiten Quartal 2001 sei der Konzerngewinn um 78 Prozent auf 206 Mill. Euro gestiegen.

Positiv aufgenommen habe der Markt zudem die Zahlen zur Entwicklung der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe und die Nachrichten über ein gesunkenes US-Außenhandelsdefizit, sagten Händler. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums gingen die Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 14. Juli 2001 auf 414 000 von 449 000 zurück. Das US-Handelsministerium teilte mit, das Defizit in der US-Handelsbilanz sei im Mai auf 28,34 von 31,99 Mrd. Dollar im Vormonat und damit stärker als erwartet gesunken. Auch der Index der US- Frühindikatoren stieg im Juni 2001 im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent stärker als das von Volkswirten erwartete Plus von 0,2 Prozent.

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