Nokio und Motorola bleiben Marktführer
Handyabsatz im ersten Quartal gesunken

Der weltweite Handyabsatz ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres vor allem wegen schwacher Nachfrage in Europa um fast vier Prozent zum Vorjahreszeitraum gesunken.

Reuters LONDON/HELSINKI. Der deutsche Handyhersteller Siemens konnte seinen Marktanteil ausbauen, fiel in der Rangliste aber um eine Stelle auf den vierten Platz zurück.

Weltweit seien im ersten Quartal mit 93,76 Mill. Mobilfunkgeräte 3,8 % weniger verkauft worden als vor einem Jahr, teilte die Forschungsgruppe Gartner Dataquest am Mittwoch mit. Der Handyabsatz habe unter der schwachen Konjunktur und dem Ende der Subventionierung von Geräten durch die großen Telekomunternehmen gelitten. Marktführer sei weiter Nokia vor Motorola. Neue Nummer Drei sei der koreanische Anbieter Samsung, der das stärkste Wachstum verzeichnet habe.

Schwache Konjunktur und fehlende Innovationen belasten

Neben der weltweiten Konjunkturschwäche drückte eine schwache Nachfrage in den gesättigten Märkten Europas den Handyabsatz. "Die Schwäche in Westeuropa und in Lateinamerika hatte einen großen Einfluss", sagte Gartner-Analyst Ben Wood. Auch sei es den Handyherstellern kaum gelungen, den Absatz mit neuen Designs und Anwendungen anzukurbeln. Die Nachfrage nach Handys, die auf der GPRS-Technik basieren, habe zwar zugenommen, doch viele Kunden nutzten die angebotenen Daten-Services kaum. Dies schade dem Markt. GPRS ermöglicht die deutlich schnellere Übertragung von Daten im Vergleich zur herkömmlichen Mobilfunktechnik GSM. Die GPRS-Technik gilt als Vorstufe der nächsten Mobilfunkgeneration UMTS.

Samsung läuft Siemens den Rang ab

Das stärkste Wachstum konnte den Angaben zufolge Samsung verzeichnen. "Die Nachricht ist Samsung. Sie liefern durchweg gute Produkte und sie sind in jeder Region stark, während sie verschiedene Technologien anbieten", sagte Wood. Das koreanische Unternehmen legte auf einen Marktanteil von 9,6 (Vorjahr 6,2) Prozent zu und überholte damit den bisherigen Branchendritten Siemens, der einen Anteil von 8,8 (6,8) Prozent erzielte.

Marktführer blieb Nokia mit 34,7 (34,4) %. Das finnische Unternehmen lag damit aber weiter deutlich unter dem selbstgesteckten Ziel eines Anteils von 40 % und musste zum letzten Quartal 2001 sogar Anteilsverluste hinnehmen. "Nokia zielt eher auf Gewinn als auf Marktanteil, steht aber durch Konkurrenten wie Samsung unter Druck", sagte Wood.

US-Anbieter Motorola verteidigte seine Position als weltweite Nummer Zwei mit einem Marktanteil von 15,5 (13,6) %. Sony Ericsson <6758.T> lag mit einem Anteil von 6,4 % weltweit an fünfter Stelle. Das Gemeinschaftsunternehmen des schwedischen Mobilfunkausrüsters Ericsson und des japanischen Elektronikkonzerns Sony strebt nach eigenen Angaben die Weltmarktführerschaft bei Handys bis 2006 an.

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