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Nominiert

Soll ich jetzt beleidigt sein oder mich freuen? Ich freu mich einfach mal, dass dieses Blog nominiert ist für den Prometheus-Preis - auch wenn es den weitaus geringeren Teil meiner Arbeit ausmacht.

Soll ich jetzt beleidigt sein oder mich freuen? Ich freu mich einfach mal, dass dieses Blog nominiert ist für den Prometheus-Preis - auch wenn es den weitaus geringeren Teil meiner Arbeit ausmacht.

In Deutschland gibt es zu wenig Medienpreise. Nein, das sage ich nicht, weil ich als Medienangestellter sie bekommen will - sondern weil viele davon einfach platten Lobby-Journalismus belohnen. Andere sind grauenhafte Hai-Society-Events und sehen deshalb so aus wie ein junges Wildgeschnetzeltes vor der Zubereitung. So etwas wie den Pulitzer für Deutschland - das wäre schön.

Nun gibt es zumindest einen weiteren Preis. Den Prometheus nämlich, verliehen vom Medienblatt "V.i.S.d.P." (und vielleicht kann mir jemand eine Zeit sparende Aussprachvariante nennen).

Und da ist "Indiskretion Ehrensache" nominiert, oder besser ich. Weil "V.i.S.d.P." (bis man das mal getippt hat...) natürlich den alten journalistischen Wahlspruch "Nichts interessiert den Menschen mehr als den Menschen" in voller Wucht verinnerlicht hat.

Ebenfalls in der Rubrik Online nominiert:

- Corinna Emundts von der "Zeit" für ihr Wahl-Blog
- Oliver Fritsch für seine Fußball-Presseschau "Indirekter Freistoß"
- Spiegel-Online-Reporter Matthias Gebauer für seine Krisenberichte
- Gabriele Bärtels für ihr Online-Magazin Frida
- Wolfgang Harrer für seine Pionierarbeit in Sachen journalistisches Blogging inklusive Podcasting
- Bastian Sick von Spiegel Online für seine Zwiebelfisch-Kolumne
- Stefan Krempl für sein Weblog Spindoktor und seine Bereichte bei Heise Online
- Johnny Häusler für den Spreeblick

Und eigentlich auch Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis für das Bildblog. Nur: Die wollen nicht nominiert sein.

Mich freut es natürlich, dabei zu sein. Aber andererseits: Dieses Blog ist ein winziger Teil meiner Arbeitszeit, auch wenn es riesig Spaß macht. Und dafür gibts nen Preis. Und meine gedruckten Artikel? Ach, schnödes Papier, hinweggeknüllt und vergessen. Der November-Blues umfasst mein Herz und krallt sich fest, zieht Schrammen mit seinen scharfen Zähnen. Sinn-Krise lass mich ziehen, vernebele nicht mein Herz, es ist noch jung. (Jury-Content für die Auswähler des Promotheus).

Immerhin ist in der Rubrik Magazin auch Peter Stawowy nominiert, der Chefredakteur des "Spießer". Und über den schrieb ich ja jüngst fürs Gedruckte, also ist seine Auswahl auch ein Sieg für mich.

Puh, gerade nochmal gut gegangen, das Selbstbewusstsein ist wieder frisch aufgerichtet - und damit zurück in die alten Medien.

Übrigens: Die Redaktion von Vau Ih Ess Dee Pee betreibt auch ein sehr hübsches, kleines Weblog.

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