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Non-Profit-Projekt: Datenspeicher für die Ewigkeit

Digital gespeicherte Daten sind häufig flüchtig: CDs zerkratzen, Festplatten gehen kaputt und alte Disketten lassen sich oft gar nicht mehr auslesen. Auch die Dateiformate ändern sich. Ein Non-Profit-Unternehmen verspricht nun die Sicherung von Dateien für die Ewigkeit.

"Chronicle of Life" verspricht die Speicherung von Daten für die Ewigkeit. Quelle: DAPD
"Chronicle of Life" verspricht die Speicherung von Daten für die Ewigkeit. Quelle: DAPD

SAN FRANCISCO. Wie wohl jeder andere frisch gebackene Vater mit einer Digitalkamera machte auch Kai Pommerenke zahllose Bilder von seiner neugeborenen Tochter. Aber je mehr er sich erkundigte, desto unsicherer wurde er, was er tun sollte, damit die Bilder auch dann noch da sind, wenn die Kleine erwachsen ist.

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Festplatten können kaputt gehen, auch CDs and DVDs bieten keine Sicherheit. Und Firmen, die Bilder online speichern, können bankrottgehen oder ihr Geschäftsmodell ändern.

Eine Alternative könnte ein Non-Profit-Unternehmen sein, das Pommerenke im vergangenen Monat startete. Es soll garantieren, dass die Daten quasi auf ewig erhalten bleiben. „Die Menschen wiegen sich in einer falschen Sicherheit“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler der Universität von Kalifornien in Santa Cruz. „Digitale Daten sind sehr anfällig. Man muss aktiv etwas tun, um die Daten zu bewahren.“

Eine Flucht zurück in die analoge Fotografie gibt es nicht. Diese Ära ist kurz vor dem neuen Jahr zu Ende gegangen, als das weltweite letzte Labor, das Kodachrome-Filme entwickelte, die Annahme neuer Filmrollen einstellte. An dem gleichen Wochenende teilte Facebook mit, dass die Nutzer inzwischen 750 Million Fotos hochgeladen hätten. Unsere Erinnerungen werden jetzt in Bits und Bytes festgehalten.

Und Experten stimmen mit Pommerenke überein, dass es viel wahrscheinlicher ist, unsere digitalen Daten zu verlieren als eine Schuhschachtel mit alten Fotografien. Niemand könne garantieren, dass die digitalen Daten immer erhalten blieben. Es gebe den Computer noch gar nicht lange genug, um so etwas sagen zu können.

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