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Norcom rechnet nach Neuausrichtung mit Umsatzplus

Die auf Sicherheitslösungen für den elektronischen Handel spezialisierte Norcom Information Technology AG rechnet nach der Neuausrichtung ihrer Konzernstrukturen mit kräftigem Wachstum.

Reuters MÜNCHEN. Im laufenden Jahr solle der Umsatz 56 bis 60 Mill. Euro betragen, teilte die Münchener Gesellschaft am Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Dies entspreche einem Plus von rund 70 bis 80 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz hoher Investitionen unter anderem in Forschung und Entwicklung rechne Norcom für 2001 mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von vier bis sechs Mill. Euro.

Im Geschäftsjahr 2000 hatte Norcom früheren Angaben zufolge seinen Umsatz um rund 130 % auf gut 33 Mill. Euro gesteigert. Der EBIT-Verlust belief sich nach vorläufigen Zahlen auf minus zwei Mill. Euro.

Die neue Organisation mit den Kerngeschäftsbereichen "E-Security" und "E-Business Infrastructures" sei profitcenter- orientiert und bilde "ein solides Fundament für das geplante Konzernwachstum der nächsten Jahre", hieß es weiter. Auch die Erweiterung der NGS-Produktfamilie werde sich positiv auswirken. Darüber hinaus scheide Vorstand Gebhard Tanner, bislang zuständig für den Bereich "Professional Services", aus dem Unternehmen aus. Tanner werde rückwirkend zum 1. Februar eine beratende Funktion einnehmen.

Norcom-Aktie steigt

Eine Norcom-Sprecherin sagte Reuters, im Zuge der Neuaufstellung sei mehr Verantwortung im operativen Geschäft zu den Spitzen der einzelnen Konzerngesellschaften hin verlagert worden. Folglich könne sich der Vorstand nun verstärkt um strategische Belange kümmern. NorCom plane nicht, Vorstandsmitglied Tanner zu ersetzen, so dass das Führungsgremium künftig nur noch aus vier Mitgliedern bestehen werde.

UBS-Warburg Analyst Marco Pabst sagte Reuters, die von Norcom veröffentlichten Prognosen lägen "etwa so 25 % unter dem, was vom Markt erwartet worden war". Sie seien aber dennoch "nicht so schlecht", zumal von einem positiven EBIT ausgegangen werde. Er könne sich vorstellen, dass die NorCom- Aktien die Marke von 20 Euro erreichten. Allerdings gebe es noch mehrere offene Fragen. So müsse man unter anderem erst abwarten, wie sich das neue NGS-Produkt entwickle. Zudem sei die hohe Abhängigkeit von der Dresdner Bank im Integrationsgeschäft problematisch. Das Softwaregeschäft sei in den letzten Monaten schlecht verlaufen.

Am Frankfurter Neuen Markt konnten die NorCom-Aktien bis zum Nachmittag mit 14,22 Euro ein Plus von rund drei Prozent verbuchen, hatten in der Spitze jedoch über acht Prozent zugelegt.

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