Nord-CDU dringt auf Wahlkonvent
Auch Vogel hält Schäuble für möglichen Kandidaten

Der ehemalige CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble bleibt weiter als Kanzlerkandidat der Union im Gespräch. Der thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel sagte, die Union verfüge über mehrere Persönlichkeiten, die das Zeug zum Kanzlerkandidaten hätten, und zu denen zähle selbstverständlich auch Schäuble.

ap BERLIN/HAMBURG. Auch der Landesvorsitzende der CDU in Schleswig-Holstein, Johann Wadephul, sprach von drei Personen, die respektabel seien und "voll und ganz" in Betracht kämen. Er forderte erneut einen Wahlkonvent für die Kandidatenkür.

Vogel sagte der "Rheinpfalz" (Dienstagausgabe), Schäuble könne sich seine Kandidatur so lange offen halten, bis darüber Anfang nächsten Jahres in der Partei entschieden werde, sagte Vogel der Zeitung weiter. Ihn zum Verzicht zwingen zu wollen, um Parteichefin Angela Merkel zu entlasten, mache keinen Sinn. "Wolfgang Schäuble ist niemand, der sich so leicht unter Druck setzen lässt." Die Bundestagsfraktion über den Kandidaten abstimmen zu lassen, hält Vogel für falsch. Die beiden Parteivorsitzenden hätten natürlich das erste Wort. Damit seien aber die Gremien von CDU und CSU nicht ausgeschaltet.

Wadephul betonte, es werde Zeit für ein demokratisches Verfahren zur Nominierung des Kandidaten. Dazu forderte er eine Versammlung der Delegierten aus den Landesverbänden von CDU und CSU. Spätestens jetzt könne diese Entscheidung nicht mehr unter vier Augen getroffen werden, sagte der CDU-Landeschef.

Schäubles Frau Ingeborg sprach sich unterdessen gegen eine Kandidatur ihres Mannes aus. "Das kann und will ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich halte diese Debatte für Quatsch", sagte sie der Illustrierten "Bunte". Zwar hätte ihr Mann vielleicht das Format dazu, aber "deswegen muss er ja nicht gleich Kanzlerkandidat werden", sagte Schäubles Frau nach Angaben des Blattes.

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