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Nord/LB Betriebsergebnis schwächt sich leicht ab

Die Norddeutsche Landesbank Girozentrale wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht ganz an die Ertragslage des Vorjahres anknüpfen können. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge im Konzern werde voraussichtlich bei 496 (512) Mio Euro liegen, sagte Vorstandsvorsitzender Manfred Bodin.

vwd HANNOVER. Die Norddeutsche Landesbank Girozentrale (Nord/LB), Hannover, wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht ganz an die Ertragslage des Vorjahres anknüpfen können. Davon geht Vorstandsvorsitzender Manfred Bodin aus. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge im Konzern werde voraussichtlich bei 496 (512) Mio Euro liegen, sagte Bodin in Hannover. Nach einer nahezu unveränderten Risikovorsorge von 124 (123) Mio Euro werde damit ein Betriebsergebnis von 372 (522) Mio Euro verbleiben. Im vergangenen Geschäftsjahr war allerdings noch ein Sonderergebnis von 133 Mill. Euro angefallen. Bei der Bilanzsumme wird ein Wachstum von 13 % auf 193  Mrd. EUR erwartet.

Den Berechnungen zufolge dürfte der Zinsüberschuss laut Bodin bei unverändert 1,04 Mrd Euro liegen, während der Provisionsüberschuss um 7,1 % auf 180 Mill. Euro und der Handelsüberschuss um 2,6 % auf 87 Mill. EUR zulegen werden. Beim Handelsergebnis liege die Volatilität je nach Börsenentwicklung bis zum Jahresende noch bei 20 Mill. Euro. Für die ersten zehn Monate wies der Konzern ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von 403,8 (426,6) Mio Euro aus. Weiter ausgebaut werden soll den Angaben die strategische Zusammenarbeit mit der Bankgesellschaft Berlin AG, Berlin. Beabsichtigt sei, die Rechenzentren beider Institute zusammenzulegen.

Auch wenn Bodin die immer wieder auftauchenden Gerüchte über einen neuerlichen Anlauf zu einer Fusion beider Banken mit den Worten quittierte, dass es in diesem Zusammenhang nichts Neues zu sagen gebe, machte er deutlich, dass die strategische Allianz weiter vorangetrieben wird. Die Synergiepotenziale sollen erschlossen werden, er nannte in diesem Zusammenhang Gespräche über einen gemeinsamen Zahlungsverkehr und die Abwicklung des Wertpapierhandels. Solange aber die Diskrepanz zwischen Kurs- und Marktwert bei der BGB bestehe, sei wenig Handlungsspielraum über weitergehende Gespräche auf Kapitalbasis vorhanden.

Weiter ausgebaut hat die Nord/LB ihre Präsenz in Nordosteuropa. Wie Vorstandsmitglied Guntre Dunkel mitteilte, wurde nun die lange angestrebte Übernahme eines Mehrheitsanteils an der Mitteleuropäischen Handelsbank erzielt. Die Bank soll zur Mitte kommenden Jahres in den Konzern aufgenommen werden. Eine Kaufsumme wurde nicht genannt. Mit diesem Engagement in Polen habe die Nord/LB "den Ring um die baltische See" geschlossen, so Dunkel. Zudem verfüge das Institut seit Anfang Dezember über eine Repräsentanz in Helsinki. Bodin zeigte sich zuversichtlich für das kommenden Geschäftsjahr, obwohl das Wachstum mit sechs Prozent geringer ausfallen dürfte als im zu Ende gehenden Jahr. Allerdings sollen die Erträge und Kosten "in eine noch günstigere Relation" gebracht werden, sagte er.

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