Nordische Ski-WM
Hanni und Ackermann - geht ihr voran

Der Ruhe im Trainingslager soll die Explosion bei der WM folgen: Mit Überflieger Sven Hannawald und Kombinierer Ronny Ackermann als größten Hoffnungsträgern strebt der Deutsche Skiverband (DSV) das erfolgreichste WM-Ergebnis seiner Geschichte an.

HB/dpa VAL DI FIEMME. Die Weltcup-Spitzenreiter gelten bei den am Dienstag in Val di Fiemme beginnenden 44. Titelkämpfen als Medaillenbank für die deutsche Mannschaft, die eine Fortsetzung des Erfolgs von Lahti anstrebt. Vor zwei Jahren waren die nordischen Ski-Asse mit acht Mal Edelmetall (3 Gold/2 Silber/3 Bronze) von der WM zurückgekehrt. "Das wollen wir wieder ins Visier nehmen", verkündete DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller.

Nach den überragenden Saison-Ergebnissen können vor allem Hannawald und Ackermann der WM gelassen entgegen sehen. "Meine ganze Konzentration gilt jetzt den Titelkämpfen", erklärte der Hinterzartener, der die flügellahmen DSV-Adler auch im Team- Wettbewerb zu einer Medaille führen soll. Im Trainingslager in St. Moritz absolvierte der seit Wochen in Top-Form befindliche 28-Jährige nur ein reduziertes Sprungprogramm, während Martin Schmitt & Co. fleißig an der nötigen WM-Reife arbeiteten.

Der Doppel-Weltmeister von Lahti hat auf Grund seiner schwachen Ergebnisse im Vorfeld eine Titelverteidigung abgehakt, hofft aber zumindest auf die Rückkehr in die Top Ten. "Wenn es mir gelingt, meine Technik zu stabilisieren, kann ich das schaffen", sagte Schmitt. Am Dienstag wird das von Bundestrainer Reinhard Heß nominierte Sextett, aus dem neben Hannawald und Schmitt auch Michael Uhrmann eine Einsatzgarantie für alle drei Wettbewerbe erhalten hat, nach Predazzo reisen. Am Samstag steht auf der Großschanze die erste von drei Entscheidungen an. "Da springt Sven um eine Medaille", prognostizierte Heß.

Die will sich Ronny Ackermann bereits am Freitag in der Einzel- Entscheidung der Nordischen Kombinierer um den Hals hängen lassen. "Ich rechne mir gute Chancen aus. Die Anlage liegt mir", meinte der 25 Jahre alte Oberhofer, der am Montag im WM-Ort eintraf. Immerhin hält der Weltcup-Sieger seit dem Vorjahr mit 133 m den Schanzenrekord in Predazzo. Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch ist zuversichtlich: "Ronnys Formkurve zeigt nach oben. Er müsste rundum fit sein", erklärte der Coach. Weinbuch bringt nach eigener Ansicht die stärkste Mannschaft an den Start, die er jemals betreut hat. Zwei Medaillen sind das erklärte Ziel, drei Mal Edelmetall der Wunsch des Bundestrainers.

Ähnliches gilt für die Langläufer, die bei den Auftakt- Wettbewerben im Klassischen Stil jedoch ohne Medaillenambitionen an den Start gehen. Erst am Wochenende in der Doppelverfolgung der Frauen (Samstag) und Männer (Sonntag) rechnen sich die DSV-Asse um Evi Sachenbacher und René Sommerfeldt einiges aus.

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