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Nordkorea und Andorra erstmals auf Welterbe-ListeDPA-Datum: 2004-07-02 08:26:40

Peking (dpa) - Erstmals ist Kulturschätzen in Nordkorea und Andorra der Status eines UNESCO-Welterbes der Menschheit verliehen worden. Gräber und alte Hauptstädte des Koguryo-Königreiches (37 v. Christus bis 668), die sich in Nordkorea und im Nordosten Chinas befinden, wurden in die Liste schützenswerter Kulturstätten aufgenommen.

Peking (dpa) - Erstmals ist Kulturschätzen in Nordkorea und Andorra der Status eines UNESCO-Welterbes der Menschheit verliehen worden. Gräber und alte Hauptstädte des Koguryo-Königreiches (37 v. Christus bis 668), die sich in Nordkorea und im Nordosten Chinas befinden, wurden in die Liste schützenswerter Kulturstätten aufgenommen.

Das Welterbe-Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) entschied auf seiner Tagung im ostchinesischen Suzhou ferner, in Andorra das Madriu-Claror-Perafita-Tal in den Pyrenäen aufzunehmen.

Die Inselgruppe von Vega in Norwegen, wo die Menschen in unwirtlicher Umgebung genügsam und auf nachhaltige Weise von der Fischerei und den Daunen der Eider-Enten leben, wurde ebenfalls als Welterbe auserwählt. Das Komitee verlieh der Klosteranlage Novodevichy Convent in Moskau ebenso den Status wie im australischen Melbourne dem 1880 gebauten Royal Exhibition Building und den Carlton Gardens. In Indien kamen der archäologische Champaner-Pavagadh Park sowie als herausragendes architektonisches Werk die Victoria Terminus Station (Chhatrapati Shivaji Station) in Bombay hinzu.

In der Mongolei wurde das Grasland am Fluss Orkhon unter anderem mit Karakorum, der Hauptstadt des Reiches von Mongolenherrscher Dschingis Khan, aus dem 13. und 14. Jahrhundert erwählt. Das Komitee entschied sich in Iran für Pasargadae, die erste Hauptstadt des persischen Herrscherhauses der Achämeniden, als Welterbe. Ferner fiel die Wahl in Japan auf die heiligen Stätten und Pilgerwege im Kii-Gebirge. In Jordanien wurde die archäologische Stätte von Um er-Rasas (Kastron Mefa'a) ausgesucht, in Kasachstan 5000 Felsritzereien (Petroglyphen) in Tamgaly, die aus der Zeit vom zweiten Jahrtausend vor Christus bis ins 20. Jahrhundert reichen.

Über die drei deutschen Kandidaten für das Welterbe wurde noch nicht beraten. Zu den Bewerbern gehören die Hansestadt Bremen mit dem historischen Rathaus und dem Steinernen Roland, Bad Muskau in Sachsen mit dem Fürst-Pückler-Park und das Dresdner Elbtal. Am Freitag soll zunächst über Dresden entschieden werden, berichteten informierte Kreise. Das Welterbe-Komitee erweiterte auch die 2000 und 2003 aufgenommenen kaiserlichen Grabstätten der chinesischen Ming- und Qing-Dynastien unter anderem um drei Gräber in der nordostchinesischen Provinz Liaoning und ihre 1987 zum Welterbe erhobenen Kaiserpaläste um den Qing-Palast in Shenyang.

Aufgenommen wurden am Vortag Naturschätze wie das arktische Naturreservat um die russische Wrangel-Insel, der grönländische Ilulissat-Fjord und der tropische Regenwald von Sumatra. Ebenfalls zum Welterbe erklärte die UNESCO die Vulkane der Karibikinsel Saint Lucia und die für seine vielfältige Pflanzenwelt berühmte Cape Floral Region in der südafrikanischen Kap-Provinz.

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