Nordkoreanischer Kampfjet dringt in Luftraum ein
Südkorea protestiert gegen „Provokation“

Südkorea hat das Eindringen eines nordkoreanischen Kampfjets über dem südkoreanischen Luftraum am Donnerstag als Provokation verurteilt. Zugleich warnte das Verteidigungsministerium in Seoul davor, dass die Grenzverletzung in der jetzigen Situation auf der koreanischen Halbinsel ernste Folgen nach sich ziehen könnte.

HB/dpa SEOUL. Das nordkoreanische MiG-19 Kampfflugzeug hatte nach Militärangaben bei der Annäherung von Kampfjets der südkoreanischen Luftwaffe nach zwei Minuten über die Grenze im Gelben Meer wieder abgedreht.

Nach südkoreanischen Angaben war das feindliche Flugzeug bis zu 13 Kilometer in den südkoreanischen Luftraum eingedrungen. "Unser Militär protestiert schärfstens gegen die nordkoreanische Provokation und verlangt von Nordkorea, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich ähnliche Zwischenfälle nicht wiederholen", hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums. Nach südkoreanischen Angaben war es der erste derartige Zwischenfall seit 20 Jahren.

Der jüngste Grenzzwischenfall ereignete sich inmitten erhöhter Spannungen wegen des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms. Nordkorea hatte Anfang dieser Woche damit gedroht, im Falle von Sanktionen gegen das kommunistische Land das Waffenstillstandsabkommen aufzukündigen, das den Korea-Krieg (1950-53) beendete.

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