Norisbank als Kompetenzzentrum
Hypo-Vereinsbank ordnet Privatkundengeschäft neu

Die Hypo-Vereinsbank (HVB) ordnet ihr Filialgeschäft neu und erwartet davon einen besseren Kundenservice und Synergieeffekte.

Reuters MÜNCHEN. Die HVB wolle ihre Basisprodukte im Privatkundengeschäft künftig einheitlich unter dem Markennamen "Hypo-Vereinsbank" über die Filialen der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank, der Hamburger Vereins und Westbank - sowie der Nürnberger Norisbank anbieten, teilte das Münchener Kreditinstitut am Dienstag mit. Dazu werde das Filialnetz der Norisbank mit dem der Hypo-Vereinsbank und der Vereins und Westbank - zusammengelegt. Das werde im Marketing und in der Abwicklung zu "spürbaren Synergieeffekten" führen. Ein Sprecher sagte, er könne über die Höhe der Einsparungen und der Investitionen sowie des Stellenabbaus noch nichts sagen.

Die HVB ordne ihr Privatkundengeschäft neu, damit sich die einzelnen Einheiten des Konzerns besser auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer unterschiedlichen Kundengruppen konzentrieren könnten, erläuterte die zweitgrößte deutsche Geschäftsbank weiter. Die Tochter Norisbank werde am Standort Nürnberg als Kompetenzzenturm für das Konsumentenkreditgeschäft des gesamten Konzerns ausgebaut. Die Filialen der Norisbank überlappten sich mit anderen Außenstellen an etwa 90 Standorten. Zugleich werde sich die in Norddeutschland tätige Vereins und Westbank, - an der die Hypo-Vereinsbank 75 % hält, bei den Basisprodukten im Privatkundengeschäft auf deren Vertrieb konzentrieren. "Das wird sicherlich auch zu Reduzierungen beim Personal führen", sagte ein Sprecher.

Auch die Töchter Bank von Ernst, Bankhaus Maffei & Co, die Wiener Schoellerbank, die Bethmann Bank sowie Westfalenbank und Neelmeyer könnten sich nun besser auf die Produkte für ihre jeweilige Zielgruppe konzentrieren, hieß es in der Mitteilung. Weitere Details würden erst in einigen Wochen veröffentlicht, wenn die jetzt eingesetzten Projektteams ihre Arbeit aufgenommen hätten, sagte der Sprecher. Verantwortlich für die Maßnahmen seien der für das Privatkundengeschäft zuständige Vorstand Eberhard Rauch und sein Kollege im Führungsgremium Stefan Jentzsch (Beratungsdienstleistungen).

Im frühen Handel legten die Aktien um 1,64 % auf 57,55 Euro zu, während der Deutsche Aktienindex (Dax) etwas im Minus lag.

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