"Normale Prozedur´": Ab kommender Woche Gespräche über Irak-Schulden

"Normale Prozedur´"
Ab kommender Woche Gespräche über Irak-Schulden

Der Pariser Club will sich schon bald mit den Schulden des Landes befassen. Beschlüsse würden aber erst gefasst, wenn eine neue Regierung gebildet ist.

vwd PARIS. Der Pariser Club wird ab der kommenden Woche Gespräche über die ausländischen Schulden von Irak beginnen. Ein Vertreter des Clubs sagte am Donnerstag, formale Beschlüsse würden jedoch erst dann gefasst, wenn eine irakische Regierung gebildet worden sei. "Die Gespräche werden am 23. und 24. April aufgenommen. Im Wesentlichen soll das Signal gesendet werden, dass die irakischen Schulden als normale Prozedur im Pariser Club behandelt werden", sagte Delphine D'Amarzit, Generalsekretär des Clubs, in dem sich öffentliche Gläubiger organisiert haben und der Umschuldungen zwischen einem Schuldnerland und seinen Gläubigerländern vereinbart.

Irak schuldet den 19 Mitgliedern des Clubs 26 Mrd. Dollar, wie es aus Regierungskreisen heißt. Dieser Betrag umfasst nur die tatsächliche Kreditaufnahme, nicht jedoch hiermit verbundene Zinszahlungen. Angesichts des enorm hohen Zinssatzes im Zeitraum von 1970 bis 1980, aus dem ein Großteil der Verschuldung datiert, will der Pariser Club die Zinszahlungen mittels eines neuen Zinses rekalkulieren. Insgesamt soll die Auslandsverschuldung des Landes zwischen 60 und 100 Mrd. Dollar betragen, wie bereits auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zu hören war. Zudem bestehen noch hohe Reparationsforderungen.

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