Norwegen oder Deutschland kommen als mögliche neue sportliche Heimat für Schifferer in Frage: Österreichs Ski-Stars wettern gegen Maier-Lobby

Norwegen oder Deutschland kommen als mögliche neue sportliche Heimat für Schifferer in Frage
Österreichs Ski-Stars wettern gegen Maier-Lobby

In der österreichischen Ski-Nationalmannschaft ist nach der umstrittenen Nominierung von Hermann Maier und Olympiasieger Fritz Strobl für die Weltmeisterschafts-Abfahrt heftiger Streit ausgebrochen. Nach Josef Strobl denkt nun auch Andreas Schifferer an einen Verbandswechsel und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Österreichischen Skiverband (ÖSV).

HB/dpa ST. MORITZ. "Meine Wut richtet sich gegen den Verband, denn dort ist eine Maier-Lobby erkennbar", sagte er. Die Saison will Schifferer zwar noch zu Ende fahren, dann aber überlegen, "welchen Platz ich im Team habe, und ob ich überhaupt noch Lust auf's Skifahren habe".

Schifferer und sein Teamkollege Klaus Kröll mussten für Fritz Strobl und Maier weichen, die nach einer Entscheidung der Trainer mit den gesetzten Stephan Eberharter, Hannes Trinkl und Michael Walchhofer die WM-Abfahrt am Samstag fahren. Cheftrainer Toni Giger begründete dies mit der ansteigenden Form der beiden.

Maier konnte wegen seiner Verletzung im Gegensatz zu Kröll und Schifferer keine Podest-Platzierungen im Abfahrts-Weltcup nachweisen. Das Duo stand als Zweiter und Dritter im Dezember in Val d'Isère auf dem Treppchen. Für Maier sprach laut ÖSV-Teamchef Hans Pum die aufsteigende Form des WM-Zweiten im Super-G. Kritiker sehen jedoch durch die engen Bindungen des "Herminators" zu Verbandspräsident Peter Schröcksnadel den entscheidenden Bonus. "Klar ist, wenn der Präsident einen Läufer vertritt, dann trachtet er auch danach, dass der fährt und nicht ein anderer", sagte Schifferer.

Norwegen oder Deutschland kämen als mögliche neue sportliche Heimat für Schifferer in Frage. Der 28-Jährige hat eine schwangere norwegische Freundin, müsste aber für die notwendige Staatsbürgerschaft einen vierjährigen Wohnsitz in Norwegen nachweisen. Nach Abfahrer Josef Strobl liebäugelt nun auch Slalom- Spezialist Kilian Albrecht mit einem Wechsel zum Deutschen Skiverband (DSV). Beide waren wegen der großen Leistungsdichte der führenden Ski-Nation und der begrenzten Startplätze nicht für den Saisonhöhepunkt nominiert worden.

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